„1.Mai-Lehrlingspaket“ – WIFF: „SPÖ&Neos zäumen das Pferd beim Schwanz auf…“

Mit einem just zum 1. Mai präsentierten Lehrlingspaket in Höhe von 13 Millionen Euro will die rot&pinke Wiener Stadtregierung den rund 24.000 derzeit arbeitslosen Wienerinnen und Wienern im Alter zwischen 15 und 24 Jahren zu einem Job verhelfen.

Firmen, die einen Lehrling aufnehmen, sollen mit Einmalzahlungen gefördert werden. Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek eine reine Alibiaktion von Bürgermeister Ludwig&Co.: „Wer glaubt, einen Lehrplatz mit 2.000 Euro Fördergeld erkaufen zu können, ist von der Realität meilenweit entfernt. Ludwig soll sich einmal in die Niederungen etwa des Gewerbes begeben und sich dort von Firmenchefs informieren lassen, warum sie keine Lehrlinge aufnehmen können. Wenn junge Leute sogar mit positivem Schulabschluss beim Vorstellungsgespräch nicht in der Lage sind, einfache diktierte Sätze ohne zahlreiche Fehler zu Papier zu bringen oder auf die Frage nach der Anzahl der österreichischen Bundesländer mit ‚Ich glaub‘ zwei’ antworten und auch einfache Additionen, geschweige denn Multiplikationen nicht schaffen, ist die Chance auf einen Lehrplatz wohl gleich Null“.
 
Für Schimanek sind diese jungen Menschen mit zumeist Migrationshintergrund Opfer ihrer Eltern, die ja zu Hause fast ausschließlich in der eigenen Muttersprache kommunizieren. „Aber sie sind auch Opfer einer verfehlten Wiener Bildungspolitik, beginnend schon in den Kindergärten. Dort müssten speziell Migrationskinder bei verpflichtender Teilnahme bereits ab dem 4. Lebensjahr zielgerichtet sprachlich auf die Volksschule vorbereitet werden. Das kostet zwar Geld, damit bietet man aber später vielen jungen Menschen positive Zukunftsperspektiven, schützt zugleich die ‚österreich-stämmigen‘ Kinder vor einem weiteren Bildungsverfall und spart letztlich dem Staat – und damit uns allen – ein Vielfaches an Folgekosten“, ist der WIFF-Lokalpolitiker überzeugt.