2020: Wien wuchs um 10.000 Einwohner – Knapp zwei Drittel davon entfielen auf Floridsdorf – WIFF-Kritik an fehlender Infrastruktur – „Sofortiger Stopp jeder großflächigen Umwidmung von Acker-, Grün- und Sportflächen!“

Die kürzlich veröffentlichte Bevölkerungsstatistik für Wien sollte – zumindest was Floridsdorf betrifft – ernsthaft zu denken geben. Immerhin entfielen laut Landesstatistiker Ramon Bauer (siehe auch Kronenzeitung) von den im vergangenen Jahr registrierten insgesamt rund 10.000 neuen Wienerinnen und Wienern allein auf unseren Bezirk knapp zwei Drittel, nämlich rund 6.000 Neubewohner. Dazu im Vergleich: Die Donaustadt fungiert in dieser Statistik an zweiter Stelle, allerdings mit nur rund 3.700 Zuzügen.

„Die Rathauspolitik und deren Städteplaner haben sich offenbar speziell Floridsdorf für ihre Expansionspläne ausgesucht, weil hier seitens der Bezirksführung der geringste Widerstand zu erwarten war und ist. Seit Jahren wird bei uns gebaut, was das Zeug hält – Umweltverträglichkeitsprüfungen und erforderliche Verbesserungen der Infrastruktur liegen hingegen weiter im Argen“, üben die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald heftige Kritik.
 
Maßnahmen wie etwa der Betrieb einer oder zweier neuer Buslinien seien eindeutig zu wenig, um den Bedürfnissen von mehr als 170.000 Einwohnern gerecht zu werden. „Die nächsten Jahre müssen der Verbesserung der Infrastruktur gewidmet werden. Zugleich fordern wir den sofortigen Stopp jedweder Umwidmungsvorhaben von Acker-, Grün- oder Sportflächen im Bezirk für die Dauer von zumindest 10 Jahren!“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker und führen als Beispiele etwa das PÄDAK-Gelände der Schulbrüder in Strebersdorf, die ehemalige Shell-Sportanlage nächst der Leopoldauer Straße/Steinheilgasse oder die Grünflächen zwischen Jedlersdorf, Strebersdorf und Stammersdorf sowie den noch nicht gewidmeten Teil des Donaufelds im Bereich der Alten Donau an.