Ab Februar: 600 bis 900 Asylanten in der Siemensstraße: Siemens-Büros werden zur Zeit zu kleinen Wohneinheiten umgebaut

Ab Februar: 600 bis 900 Asylanten in der Siemensstraße: Siemens-Büros werden zur Zeit zu kleinen Wohneinheiten umgebaut. Haben Papai&Ludwig&Co. nichts gewusst – oder vorsätzlich geschwiegen?

Im Einvernehmen mit der Stadt Wien hat Siemens Österreich die nunmehr leerstehenden Hallen und Bürogebäude auf den ehemaligen Paukergründen, gegenüber der Siemens-Zentrale, an den Bund verpachtet. Dort werden in den derzeit zu kleinen Wohneinheiten umgebauten Büros etwa ab Februar zwischen 600 und 900 Flüchtlinge untergebracht. Zuvor waren die Pachtverträge mit zahlreichen Nutzern per Jahresende 2015 gekündigt worden, das im Eigentum der alteingesessenen Floridsdorfer Firma Frey befindliche Nachbarareal wurde mittels eines Bauzaunes abgegrenzt.

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„Unfassbar, wie man seitens der Stadtregierung mit uns Floridsdorfern umgeht. Die Aktion sollte offenbar heimlich, still und leise und ohne Information der Bevölkerung über die Bühne gehen“, ärgern sich die drei Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi und Jasmin Turtenwald (alle WIFF). Sie fordern auch Aufklärung, welche Rolle Bezirksvorsteher Papai und der Floridsdorfer SP-Bezirksobmann Stadtrat Ludwig in der Sache spielen. „Entweder, man hat auch ihnen dieses Vorhaben verschwiegen, dann zeigt dies einmal mehr, welche ‚Wertschätzung‘ wir Floridsdorfer seitens Häupl&Co. genießen – oder beide haben von der Sache gewusst. Dann haben sie nicht nur die übrigen Fraktionen im Floridsdorfer Bezirksparlament hintergangen, sondern vor allem die Floridsdorfer Bevölkerung. Denn wer sonst, wenn nicht die Bewohner und deren Vertreter in unserem Bezirk haben ein Recht auf Information!“, so die beiden WIFF-Politiker, die in der nächsten Sitzung des Bezirksparlaments volle Aufklärung einfordern werden.Flüchtlinge-Siemens2

Fotos: Joschi Tuczai