Alte Donau: Wasserpflanzen nach wie vor nicht im Griff – Wird „Neues Mähkonzept“ zum Reinfall?

Entgegen allen Jubelmeldungen über die „Befreiung der Alten Donau von unliebsamen Wasserpflanzen“ samt medialen Polit-Selbstdarstellungen von Umwelt-Stadträtin Sima herrscht auf der Alten Donau bei den Mähbooten nach wie vor Hochbetrieb (siehe Anhang / Fotos vom 24. Juli).

„Zum Lichterlfest am kommenden Wochenende muss ja alles schön sein, wenn der Herr Bürgermeister kommt“, ärgert sich ein Badegast des „Strandbades Alte Donau“ unter hörbarer Zustimmung mehrerer Badegäste anlässlich eines Lokalaugenscheines der beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Denn die Bade- und Erholungssuchenden sind laut eigenen Aussagen täglich dem von den Mähbooten verursachten Lärm ausgesetzt.
 
„Wenn man die Mitarbeiter auf den Booten beobachtet, kommen Zweifel auf, ob die so hochgelobte Praxis mit den nicht gerade günstig erworbenen neuen Mähbooten tatsächlich das ‚Gelbe vom Ei‘ ist. Vor allem wenn man sieht, wie die Arbeiter das Mähgut händisch bergen müssen. Kein Wunder, dass es da in den letzten Monaten einen sehr regen ‚Personalwechsel‘ gab. Und es stellt sich wohl die Frage, warum die bis zum Vorjahr tätige Firma mit ihren großen Mähbooten ‚über Nacht‘ ausgebootet wurde…“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, der nach Gesprächen mit dem bis ins Vorjahr für das Mähprojekt Verantwortlichen, Bert Schmidt, auch hinsichtlich der Kostenfrage Zweifel hegt, zumal die bis 2017 im Einsatz gewesenen Mähboote im Vergleich weitaus höhere Mähleistungen erbracht hatten.

 
„Hätte man uns damals den Einsatz unserer Mähboote bereits ab dem Ende der Eiszeit auf der Alten Donau genehmigt, wäre es nie zu Problemen gekommen und auch der Ärger des heurigen Jahres, vor allem aber der Ankauf der teuren und deutlich leistungsschwächeren, für großflächige Arbeiten ungeeigneten ‚Spielzeug-Boote‘ wäre dem Steuerzahler mit Sicherheit erspart geblieben“, so Schmidt, der WIFF auch zwei von privaten Personen gedrehte kurze Amateurvideos (siehe Anhang) zum Vergleich vorlegte.
 
„Wir werden jedenfalls nach Ende der Saison im Bezirksparlament zur genauen Ermittlung der Gesamtkosten inkl. Ankauf der neuen Boote, Betrieb und Entsorgung des Mähgutes entsprechende Anfragen einbringen“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.
Video-Mähboot
 
Fotos: Mäharbeiten vom 24. Juli mit den kleinen neuen Mähbooten – Moderne, große Mähboote im Vorjahreseinsatz – Kurzvideo vom Betrieb eines großen Mähbootes mit Förderband – Kurzvideo von einem seit heuer im Einsatz befindlichen kleinen Mähboot mit händischer Bergung des Mähgutes.