ALTE DONAU: WASSERSTAND UM EINEN HALBEN METER ZU NIEDRIG

JÄHRLICHE „WASSERABSENKUNG“ ZU SPÄT BEENDET – JETZT GEFAHR FÜR WASSERQUALITÄT UND FISCHE.

Alljährlich erfolgt zwecks Erneuerung des Wassers und damit zur Qualitätsverbesserung in der Alten Donau eine künstliche Absenkung des Wasserspiegels durch die MA 45. Nach Beendigung dieser Absenkung dringt dann aus dem Grundwasser wieder frisches Wasser in den Beckenbereich der Alten Donau. Doch heuer scheint man beim Magistrat etwas zu spät dran gewesen zu sein. Während nämlich die Badesaison wie jedes Jahr  bereits mit 1. Mai gestartet wurde, hat die MA 45 die Wasserabsenkung laut eigener Angabe erst am mit 31. Mai beendet. Das Ergebnis: Der Wasserstand war im Juni um ca. einen halben Meter zu niedrig, laut Angabe der Kleingärtner am Dragonerhäufl lagen die Brutplätze der Sonnenbarsche und Flussbarsche beinahe auf dem Trockenen, die Bootsvermietungen klagen und in den Bädern hagelte es Beschwerden der Badegäste. Laut den Kleingärtnern, die den Wasserstand Jahr für Jahr immer wieder beobachten und messen, fehlen jetzt – Anfang Juli, noch immer 40 cm auf den „Normalstand“. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Wasserqualität aus, die Temperatur des Wassers liegt jetzt – noch dazu bei derartiger Hitze – bereits bei 30 Grad.

Nach einem Hilferuf der aufmerksamen Kleingärtner sind wir von WIFF – Wir für Floridsdorf der Sache auf den Grund gegangen und auch die Kronenzeitung (siehe Artikel vom 4. Juli) hat sich des „heißen“ Themas angenommen.

Interessant ist auch folgende Tatsache: In der kalten Jahreszeit hat der Magistrat an der Alten Donau mehrere Freibadanlagen gebaut. Mit Liegeterrassen und Holzmolen samt Einstiegen (siehe kleines Foto, aufgenommen nächst der Wagramer Straße). Jetzt stellt sich heraus, dass diese Einstiegsmolen bei Normalwasserstand überspült würden. „Böse Zungen“ stellen nunmehr einen Zusammenhang zwischen der künstlichen Wasserabsenkung der diesen Freibadeplätzen her, was jedoch von der MA 45 bestritten wird.

Wir von WIFF – Wir für Floridsdorf fordern, dass in Zukunft die durchaus notwendige Wasserabsenkung so erfolgen muss, dass mit Beginn der Badesaison jeweils am 1. Mai der normale Wasserstand wieder hergestellt ist.

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