Amtshaus am Spitz: Netter Weihnachtsbaum vor „traurigem Hintergrund“

Im Vergleich zu den „Stauden“ vergangener Jahre verdient der Weihnachtsbaum vor dem Haupteingang des Floridsdorfer Amtshauses heuer – auch ohne Vergleich mit dem „Wiener Rathausbaum“ aus dem Burgenland – mit Sicherheit eine positive Bewertung. Umso negativer fällt daher der Anblick des Hintergrundes – der abbröckelnden Fassade des Amtshauses – für die Beschauer aus.

„Wer die Zustände etwa in der ehemaligen DDR vor der Wende gekannt hat, wird verstehen, was wir mit unserer Kritik meinen“, glauben Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und Gerhard Doppler (beide WIFF) zu wissen.
 
Aber auch der direkte Vor-Eingangsbereich nach den Stufen spottet jeder Beschreibung. „Penetranter Uringestank sowie Boden und Wände des durch zwei massive Säulen blickgeschützen Bereiches zeugen davon, dass der Amtshaus-Eingang während der späten Abend- und Nachtstunden immer wieder zu einem illegalen Pissoir umfunktioniert wird“, so Schimanek und Doppler nach einem Lokalaugenschein mit zwei verärgerten Beschwerdeführern. Der Lokalpolitiker fordert daher zumindest eine umgehende Sanierung der Fassaden und eine Videoüberwachung des Eingangsbereiches: „Hier stehen Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) und die Leiterin des Magistratischen Bezirksamts wohl unter akutem Zugzwang!“.