Amtsstraße: Chaotische Zustände nach Einbahnführung.

Seit wenigen Tagen wird die Amtsstraße von der Frauenstiftgasse in Richtung Bernreiterplatz als neue Einbahn geführt. Die Folge: Chaotische Zustände vor allem während des Frühverkehrs. Zahlreiche Autolenker entpuppen sich als „Gewohnheitstiere“, nehmen die beiden neuen Einbahnschilder gar nicht wahr und fahren – oft sogar mit überhöhter Geschwindigkeit – gegen die Einbahn.

Nicht immer ohne pekuniäre Folgen, denn die Polizei hat die Neuerung in der Amtsstraße als bequeme Einnahmsquelle erkannt und kassiert ab. Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ein diskussionswürdiges Verhalten: „Nach dem Gesetz sind die Beamten im Recht, ein wenig Fingerspitzengefühl könnte man da aber schon erwarten. Zielführender wäre gewesen, die Polizei hätte sich zumindest am Wochenbeginn auf dem Bernreiterplatz postiert und dort alle ‚Irrläufer‘ von der verbotenen Einfahrt in die Amtsstraße abgehalten“.
 
Schimanek und sein WIFF-Bezirksratskollege Ossi Turtenwald erinnern in diesem Zusammenhang an die WIFF-Initiative vom Vorjahr: „Damals haben sich in den insgesamt 53 Häusern der Amtsstraße 84 Personen für das WIFF-Modell einer Verkehrsberuhigung der Amtsstraße ausgesprochen. Danach sollte ein ‚Durchfahrtsverbot – Ausgenommen Anrainerverkehr‘ verhängt werden, was für Gäste der Heurigenlokale, Besucher oder Lieferanten keinerlei Einschränkungen gebracht hätte. Lediglich die reine Durchfahrt sollte verboten werden. Diesen unseren Vorschlag haben aber im Bezirksparlament SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grüne und Neos abgelehnt und statt dessen die Einbahnführung beschlossen“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker.
 
Die bis Herbst gemachten Erfahrungen samt Befragung der Anrainer sollen letztlich die Entscheidung bringen, ob die Einbahnführung dauerhaft bleibt oder wieder aufgehoben wird. Schimanek und Turtenwald abschließend: „Hoffentlich kommt es jetzt nicht zu vermehrten Unfällen, denn mit der Einbahnführung verlockt die Amtsstraße – wie die Erfahrungen schon der ersten Einbahn-Tage zeigen – auch durchaus zu Überschreitungen des Tempolimits…“.