Amtsstraße: WIFF warnt vor Einbahnführung als Notlösung.

Nachdem die von WIFF – Wir für Floridsdorf vorgeschlagene Verkehrsberuhigung der Amtsstraße in Großjedlersdorf in Form eines „Durchfahrtsverbotes – ausgenommen Anrainerverkehr“ im Bezirksparlament von SPÖ, FPÖ und ÖVP angelehnt worden ist, soll die derzeit in beide Richtungen befahrbare Gasse demnächst zur Einbahn Richtung Bernreiterplatz erklärt werden.

„Unser Vorschlag würde bedeuten, dass künftig nicht nur Anrainer, sondern auch deren Besucher, die Heurigengäste und der Lieferverkehr weiterhin in beide Richtungen zu- und abfahren dürfen. Lediglich der reine Durchfahrtsverkehr wäre verboten. Eine Einbahnführung hingegen wäre die eindeutig schlechtere Lösung mit klar vorhersehbaren negativen Auswirkungen – etwa Schnellfahren. Daher bleiben wir bei unserer Forderung!“, legen sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald im Interesse der Anrainer und zahlreicher Heurigenbesucher in der Amtsstraße fest.
 
Zudem zählt die Amtsstraße in Großjedlersdorf – der Ort ist seit 1905 zu Wien gehörig – wohl zu den schönsten kleinen Gassen unserer Stadt mit althergebrachtem Lokalkolorit. Das kleine Kircherl, zum Teil ebenerdige ehemalige Hauerhäuser und auch noch drei Heurigenlokale sowie ein schmuckes Restaurant prägen das Bild in dem schmalen Gässchen. Leider wird diese Idylle regelmäßig durch relativ hohes Aufkommen an reinem Durchfahrtsverkehr getrübt, es gibt Unfälle und Beschädigungen an geparkten Autos zumeist mit Fahrerflucht.
 
Diese Tatsachen und viele Bürgerwünsche haben WIFF im Vorjahr dazu bewogen, den Bewohnern in dem schmalen Gässchen die Frage zu stellen, wie sie zu einer Verkehrsberuhigung in der Amtsstraße stehen. „Bei insgesamt 53 Häusern haben 84 Bewohner (bei einer Gegenstimme) unter Angabe von Name und Adresse unseren Vorschlag „Durchfahrtsverbot – ausgenommen Anrainerverkehr“ befürwortet. Daher erteilen wir der von SPÖ, FPÖ und ÖVP vorgesehenen Einbahnführung eine klare Absage!“, so Schimanek und Turtenwald.
 
Als nachgerade peinlich bezeichnen die beiden WIFF-Bezirkspolitiker die geplante Vorgehensweise der Bezirksmehrheit: „Da will man probeweise für einige Monate die Einbahnbeschilderung installieren und auf die Reaktion der Bürger warten. Fällt diese negativ aus, wird die Einbahn wieder aufgelassen und der alte Zustand hergestellt. Offenbar denkt auch niemand unserer politischen Mitbewerber daran, dass man mit einer Einbahnführung zu deutlich höheren Geschwindigkeiten anregt“, so Schimanek und Turtenwald mit dem abschließenden Appell an Rot, Blau und Türkis, ihren Standpunkt noch einmal zu überdenken.