An Baustellen: Halteverbotszonen „nach Belieben“…

Immer häufiger beklagen Anrainer, dass Baufirmen mit den ihnen vom Magistrat für die Dauer der Bauarbeiten genehmigten Halteverbotszonen Missbrauch treiben.

„Da wird kurzerhand Parkplatzraub betrieben!“, üben beispielsweise mehrere Bewohner aus der Äugelgasse in Jedlesee im Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek heftige Kritik an der Vorgangsweise der Verantwortlichen an der Großbaustelle Ecke Äugelgasse/Josef Rustongasse. Laut Anrainern wird die dort auf Zeit genehmigte HV-Zone von den Bauarbeitern durch Verschieben der mobilen HV-Tafeln „nach Belieben erweitert, wodurch gerade in unserer Gegend so rarer Parkraum praktisch illegal in Beschlag genommen wird“. WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek verspricht: „Wir werden die Firma PORR, die ja bei dem Projekt als Generalunternehmer fungiert, ersuchen, vor Ort die Ordnung wieder herstellen zu lassen“.
 
„Halteverbots-Mißbrauch“ orten Anrainerfirmen auch an der Baustelle Ecke Prager Straße/Rappgasse. Dort weist eine Halteverbotstafel neben der Genehmigungsnummer der MA 46 auch die Gültigkeitszeit „0 bis 24 Uhr“ aus. „Obwohl bei Nacht und an Wochenenden nicht gearbeitet wird und der Parkplatz tagsüber fast nur vom Dienstfahrzeug des Baustellenleiters blockiert ist“, so die Kritik.
 
„WIFF wird bei der MA 46 vorstellig werden. Zudem wäre ein zumindest präventiver Lokalaugenschein der Baubehörde in Sachen Baustellensicherheit – siehe Foto Baugerüststütze – durchaus sinnvoll“, so Schimanek.