Anton Schall-Gasse: Neue Parkordnung löst Proteste aus.

Viele Jahre lang konnten die motorisierten Bewohner im Bereich Anton Schall-Gasse/Koschiergasse ihre Fahrzeuge mangels ausreichender Parkplätze ungestraft auch nicht immer „gesetzeskonform“ abstellen. Vor etwa eineinhalb Jahren wurde die Polizei dann erstmals mit Anzeigen – laut Anraineraussagen vermutlich einer einzigen Person – „gelöchert“ und es kam zu regelrechten „Straforgien“, in der Folge von den eifrig tätigen Parksheriffs der Stadt Wien. Was wiederum dazu führte, dass die Magistratsabteilungen 46 und 28 vor kurzem im gesamten Gebiet Bodenmarkierungen anbringen ließen. „Viel zu restriktiv!“ lauten jetzt die Proteste der betroffenen Anrainer des Wohngebietes. Sie sind überzeugt, man hätte bei etwas mehr Augenmaß zumindest einige Parkplätze mehr schaffen können. Vor allem die unterschiedlichen Markierungen nächst Ausfahrten und Parkbuchten und die zu ausgedehnten gelb markierten Halteverbotszonen stoßen den Leuten sauer auf.

„In Tempo-30-Zonen muss man doch nicht den Sicherheitsvorkehrungen für Normalstraßen entsprechen“, so die zahlreichen Beschwerdeführer. Sie fordern jetzt eine Überarbeitung der Markierungen.
 
WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek lässt nach einem Lokalaugenschein mit Anrainern mit einem unkonventionellen Vorschlag aufhorchen: „Es kann nicht angehen, dass die Mieter von Parkplätzen in der Gesiba-Tiefgarage diese Plätze nicht nutzen, sondern mit ihren oft Tage lang unbewegten Fahrzeugen aus Bequemlichkeit einfach Parkplätze in den Gassen in Beschlag nehmen. Hier sollte der Vermieter einschreiten und die Mieter dazu anhalten, ihre Garagenplätze auch zu nutzen, andernfalls die Mietverträge aufgekündigt und die Plätze anderweitig abgegeben werden sollten. Immerhin wurden diese Objekte ja auch mit öffentlichen Förderungsgeldern mit finanziert“.
– Fotos: Franz Hödl.