Autokaderstraße: „Jugendterror“ im Gemeindebau – Schimanek (WIFF): „Ältere Bewohner trauen sich nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr aus den Wohnungen“

Der weitläufige Gemeindebau in der Autokaderstraße und die angrenzenden Grünbereiche mit Sitzbänken und Spielplatz sind – so zahlreiche Bewohner als Augenzeugen – „schon seit langem regelmäßiger Einsatzort der Polizei“. WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ist der Einladung von Bewohnern zu einem Lokalaugenschein gefolgt und hat sich die Situation eingehend schildern lassen.

„Jetzt reicht es uns! Es kann doch nicht sein, dass sich ältere Menschen nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr aus ihren Wohnungen trauen oder mit ihren Hunden nicht mehr ‚Gassi gehen‘, weil sie sich vor den Anpöbelungen und sogar körperlichen Attacken der tagtäglich abends bei unseren Sitzinseln zusammen treffenden und zumeist nicht aus unserer Anlage stammenden Jugendlichen fürchten. Mittlerweile ist die Polizei regelmäßiger ‚Gast‘ bei uns, doch wenn ein Funkwagen auftaucht, zerstreuen sich die Burschen sofort in alle Windrichtungen. Und ‚Wiener Wohnen‘ lässt uns schlicht und einfach im Regen stehen, vielmehr zeigt man sich immer öfter geradezu ungehalten über unsere Beschwerden“, berichtet Heidi P. (siehe Foto) unter dem zustimmenden Beifall der übrigen Anwesenden.
 
Als überaus engagierte Mieterin scheut sie auch keine Öffentlichkeit oder die Diskussion mit den Jugendlichen. Und Andreas P. fügt hinzu: „Wir haben nichts gegen Jugendliche, aber wir wollen nicht mehr länger tolerieren, dass Sitzbänke zerstört,Telefone oder Mülleimer abgefackelt werden und dass sich oft sogar haus- und anlagenfremde Jugendliche illegalen Zutritt zu den Stiegenhäusern verschaffen und bei Schlechtwetter im Dachgeschoß lautstark Party machen“, so Andreas W.
 
„Besonders empörend war für mich“ – so eine weitere Bewohnerin und Hundebesitzerin zu Schimanek – „ als mich ein maximal 12 bis 13 Jahre alter Bub kürzlich so im Vorbeigehen anpöbelte und sagte: ‚Darf ich Deinen Hund ficken? Auf meine Frage: ‚Was hast Du da gesagt?‘ wiederholte der Knirps seine Frage frech sogar noch einmal“…
 
Der WIFF-Bezirkspolitiker will jetzt Vizebürgermeisterin Gaal (SPÖ) in Ihrer Funktion als Wohnen-Stadträtin einschalten und ersuchen, „Wiener Wohnen“ zu mehr Engagement und Einsatz vor Ort „anzuregen“.
 
„Hier bedarf es aber unbedingt auch des Einsatzes eines oder mehrerer der zahlreichen – mit unserem Steuergeld durchaus gut dotierten – Jugendbetreuungsvereine. Nicht nur im Interesse der betroffenen Gemeindemieter, sondern vor allem im Interesse der Jugendlichen selbst und deren Zukunft“, so Schimanek abschließend.