Autokaderstraße: Nach Einbruchsserie kam „Hiobsbotschaft“ – Wiener Wohnen: „Schlössereinbau bei Stiegeneingängen erst Ende Jänner!“

Die Gemeindewohnhausanlage Autokaderstraße in Floridsdorf wurde Ende November von einer bisher noch unbekannten Einbrecherbande heimgesucht. Nachdem die Täter die Kellertürschlösser auf mehreren Stiegen der Anlage aufgebrochen hatten, zerstörten sie auch die Vorhängschlösser der Kellerabteile der Bewohner und plünderten die Keller.

Doch nachdem sich der erste Schock gelegt und der von „Wiener Wohnen“ beauftragte Schlosserbetrieb die Türen zumindest einiger Kellerabteile wieder versperrbar repariert hatte, folgte umgehend der zweite Schreck: „Da unsere Wohnungsschlüssel zugleich auch den jeweiligen Stiegeneingang und die Zugangstüren zu den Kellern sperren, ließ ‚Wiener Wohnen‘ einfach die unbeschädigt gebliebenen Schlösser zu den Stiegeneingängen aus- und in die Türen zu den Kellerabteilen einbauen. Die Stiegeneingänge hingegen sind seit Ende November ohne Schloss und für jedermann frei zugänglich, in manchen Kellerzugangstüren fehlen ebenfalls nach wie vor die Schlösser“, so Hausbewohner beim Lokalaugenschein mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
„Besonders empörend ist, dass ich auf Nachfrage von ‚Wiener Wohnen‘ erfahren musste, dass die neuen Schlösser zwar bestellt wurden, mit einem Einbau aber erst Ende Jänner zu rechnen ist“, so Hannelore G. zu Schimanek, der jetzt von der zuständigen Wohnen-Stadträtin Gaal (SPÖ) ein umgehendes Einschreiten fordert: „Es kann nicht angehen, dass viele der vor allem älteren Bewohner der Anlage Wochen lang in Angst leben müssen, weil ihre Stiegenhäuser und auch einige Kellerzugänge für jedermann bis Ende Jänner frei zugänglich sind. Dies kommt geradezu einer Einladung samt Freibrief für Einbrecher gleich!“.
 
– Fotos: Helmut Sommerer, Franz Hödl.