Bank Austria-Kundin: „Ich will mein Geld, nicht Fiebermessen..!“

„Um ihre Mitarbeiter vor Corona zu schützen“ hat die Chefetage der Bank Austria für alle Besucher, die zum Kassenschalter wollen, die Anordnung ausgegeben: „Vorher Fiebermessen“.

Eine Maßnahme, die nicht bei allen Kunden gut ankam. So etwa im Fall von Frau Alice F. aus Jedlersdorf. Als sie kürzlich in der von außen nicht gerade einladend wirkenden BA-Filiale Brünner Straße in Richtung Kassenschalter strebte, verstellten ihr plötzlich zwei „Bodyguards“ mit dem Hinweis den Weg: „Wenn Sie zur Kassa wollen, müssen sie uns vorher Fiebermessen lassen!“. – Die Antwort von Alice F. kam promptest: „Ich bin hier, um von meinem Sparbuch einen höheren Geldbetrag abzuheben. Fiebermessen tue ich zu Hause oder beim Arzt!“
 
Da half auch das Einschreiten des Filialleiters nichts, Frau F. beharrte auf dem Recht auf ihr Geld – „und zwar ohne Fiebermessen! Ich habe eine Gesichtsmaske und die Kassenbeamtin sitzt hinter einer Glas- oder Kunststoffscheibe und trägt ebenfalls Maske. Wie soll es da im Eventualfall zu einer Ansteckung kommen!?“.
 
Da beide Seiten „hart“ blieben, verließ Alice F. unverrichteter Dinge die Bankfiliale. „Da mir der Filialleiter nicht sagen konnte, auf welcher Rechtsbasis die Bank Austria die Fiebermessungen bei ihren Kunden durchführt, bin ich ohne Geldabhebung gegangen. Man kann sich doch nicht derart unverhältnismäßig bevormunden lassen. Was kommt denn dann als nächstes? Ich habe daher einfach ein Zeichen gegen die Willkür der Bank Austria setzen wollen“, so Alice F., die sich im WIFF-Büro bei den Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ihren Frust von der Seele redete.