Baulöwen greifen nach dem Leopoldauer Platz – WIFF: „Erntedank- und Musikfeste im Pfarrgarten gefährdet!“

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis findige Bauunternehmen auch so manchen Altbestand auf dem Leopoldauer Platz zum Ziel ihrer baulichen Aktivitäten auserwählt haben. So soll in Bälde der Altbestand auf den Grundstücken Leopoldauer Platz Nr. 9, 10 und 11 geschleift werden und neuen Einzel- bzw. Reihenhäusern Platz machen.

„Wir sprechen uns zwar durchaus für den Abbruch alter und oft irreparabler Bausubstanz aus, sollte in der Leopoldauer Schutzzone auf die Frontplanung des Projektes seitens des Magistrates ebenso wenig Rücksicht genommen werden wie etwa in Alt-Stammersdorf, werden wir uns gegen eine solche Zerstörung des Ortsbildcharakters vehement zur Wehr setzen“, kündigen die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald an.
 
Zugleich warnen die beiden Bezirkspolitiker Bezirksvorsteher Papai (SPÖ), den gleichen Fehler zu begehen wie in Stammersdorf. Dort hatte dieser einer hypermodernen Fassadengestaltung inmitten alter Hauerhäuser bedenkenlos zugestimmt.
 
Schimanek und Turtenwald sehen bei dem Bauprojekt Leopoldau aber noch eine weitere Gefahr: „Da die für neue Wohnhäuser vorgesehene Fläche direkt an den idyllischen Pfarrhof und seinen herrlichen Pfarrgarten angrenzt, erscheint es durchaus wahrscheinlich, dass künftige Bewohner wegen Lärmbelastung gegen die traditionellen Erntedank- und Musikfeste im benachbarten Pfarrgarten zu Felde ziehen könnten. Immerhin bevölkern bei solchen Veranstaltungen oft bis zu 2.000 und mehr Besucher den Garten“.
 
Die beiden Bezirkspolitiker fordern daher Bezirksvorsteher Papai und Baupolizei dringend auf, bei etwaigen Bauverhandlungen die Abhaltung dieser alljährlichen Traditionsfeste als Bedingung festschreiben zu lassen.