„Baummord“ im Gemeindebau…

Bis 2018 prägten in der Wohnhausanlage Siemensstraße 21 – 55 vier wunderschöne Bäume das Bild der großen Grünanlage zwischen den einzelnen Wohnblöcken. „Sogar der damalige Wohnen-Stadtrat und nunmehrige Bürgermeister Ludwig ergötzte sich auf dieser Fläche beim jährlichen SPÖ-Bocciaspiel.

Doch im April 2018 wurden diese kerngesunden Bäume in einer Nacht-und-Nebel-Aktion umgeschnitten, just den einzigen kaputten Baum ließen die Holzfäller vorübergehend stehen. Um die Empörung der Bewohner nicht überschwappen zu lassen, erfolgten dann innerhalb weniger Wochen Ersatzpflanzungen in Form kümmerlicher Jungbäumchen, die ihr ‚Leben‘ allerdings schon bald danach ausgehaucht hatten“, berichtet der in der Anlage lebende Gerhard Doppler (WIFF).–
 
„Wir haben kürzlich einen gemeinsamen Fotorundgang gemacht und diesen skandalösen Zustand genau dokumentiert. Hier hat Wiener Wohnen wieder einmal einen veritablen Pfusch gebaut. Wie üblich auf Kosten der Wiener Steuerzahler und der Bewohner der Anlage. Denn die Bäume wurden zwar gepflanzt, auf die Pflege hat man allerdings vergessen. Das Ergebnis: Dürre Stauden wohin das Auge blickt“, übt auch WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek harsche Kritik ans dieser offensichtlichen Misswirtschaft.
 
„Da lässt sich Umweltstadträtin Sima (SPÖ) von den Medien umjubeln, weil sie im Budget 8 Millionen Euro für neue Bäume in Wien locker machen will – auf der anderen Seite lässt man im Wohn-Ressort ihrer Stadtratskollegin und Parteigenossin Gaal frisch gepflanzte Jungbäume einfach verdorren“, ärgert sich der WIFF-Bezirkspolitiker gemeinsam mit vielen Anlagebewohnern über diese „inakzeptablen Fehlleistungen, die allerdings noch in die Stadtratsära des nunmehrigen Bürgermeisters Ludwig (SPÖ) zurückreichen und die Gaal jetzt ausbaden muss“.