Bauskandale im Bezirk häufen sich: Nach Sporthalle Pastorstraße, Parkgarage Leopoldau und jetzt Volksschule Tomaschekgasse erhebt sich wieder einmal die Frage: Was ist faul in der Wiener Stadtverwaltung?

WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Rotgrüne Rathausgranden sehen tatenlos zu, wie man beim Magistrat das Geld der Steuerzahler verludert!“ Parkhaus Leopoldau: Sieben Jahre nach Eröffnung wird derzeit „generalsaniert“.
Sporthalle Pastorstraße (GFS): Vor zwei Jahren um 340.000 Euro saniert, jetzt praktisch abbruchreif. Wiener Wohnen: Skandalöse Zustände bei Gemeindebau-Sanierungen. Volksschule Tomaschekgasse: Weil Baufirma schlampte, müssen Kinder klassenweise zu den im Schulgarten aufgestellten, nicht gerade hygienischen, Mobil-WC’s geführt werden.


„Woran liegt es, dass im Verantwortungsbereich mancher Wiener Magistratsabteilungen oder ausgegliederter Unternehmungen (Wiener Wohnen, Friedhöfe Wien etc.) ein Skandal den anderen jagt?“ fragen wir von WIFF – Wir für Floridsdorf uns. Vor allem im Bau- und Sanierungsbereich häufen sich die für den Steuerzahler sündteuren Vorfälle.

Tatsache ist, dass vor allem bei den Ausschreibungen und der Vergabe der Aufträge geschlampt wird und daher Billigstbieter zum Zug kommen, die in vielen Fällen dann sogar noch Sub-Firmen mit den Arbeiten betrauen. Die Qualität bleibt dabei auf der Strecke.
WIFF– Wir für Floridsdorf hat mehrere Wochen eingehend recherchiert. Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Immer wieder passiert es, dass Baustellen so schlampig erledigt werden und dann nicht zuletzt aufgrund fehlender Kontrolle durch Magistrat und Bauüberwachung schon nach kurzer Zeit mehr oder weniger große Mängel auftreten. Will man dann die verantwortliche Firma zum Schadenersatz anhalten, gibt es diese Firma gar nicht mehr. Und nicht selten passiert es, dass Firmen noch während der Bauarbeiten von der Bildfläche verschwinden, die Baustellen still stehen und neuerlich vergeben werden müssen“.

WIFF-Vorschlag: Ein neues Vergabesystem.

Künftig sollen in die Ausschreibungsbedingungen folgende Punkte aufgenommen werden:

Vorlage eines „Persilscheines“ vom Finanzamt
Bankgarantie
Versicherung zumindest bis zur Höhe der  Auftragssumme
Bonitätsprüfung
Keine Weitergabe der Aufträge an Sub-Firmen der gleichen Branche. Wer sich an der Ausschreibung beteiligt, soll den Auftrag auch ausführen

Durch solche Vorgaben ist fast garantiert, dass sich sogenannte „Hinterhoffirmen“ an den Ausschreibungen erst gar nicht beteiligen können. Das mag zwar durch Ausschalten so manchen dubiosen Billigstbieters auf den ersten Blick teurer erscheinen, berücksichtigt  man jedoch die Spätfolgen mannigfaltiger Pfuscharbeit, würde eine solche Praktik unter dem Strich deutlich günstiger kommen. Und nicht zuletzt würde man den überflüssigen, aber teuren „Zwischenhandel“ ausschalten.