Bei SMZ-Nord-Baustelle: Bröckelnder Beton der ÖBB-Brücke über die Brünner Straße löst Feuerwehr- und Polizeieinsatz aus.

Freitag, 12. Oktober 2018: Offenbar durch dauernde Erschütterungen der Züge drohten von der über die Brünner Straße führenden Eisenbahnbrücke neben dem SMZ-Nord Gesteinsbrocken auf die Fahrbahn zu stürzen. Feuerwehr und Polizei waren längere Zeit mit Sicherungsarbeiten beschäftigt.

Für die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ist dieser Vorfall symptomatisch für den gesamten „Skandalfall SMZ-Nord“. – „Wenn sogar Brückenteile durch die von den Zügen verursachten Erschütterungen beschädigt werden, kann man sich leicht vorstellen, welche Auswirkungen der links und rechts des künftigen ‚modernsten Spitals Europas‘ vorbei führende Last- und Personenzugsverkehr u. a. auf die hochsensiblen medizinischen Geräte haben wird“, so die beiden Bezirkspolitiker.

 

Schimanek erinnert zugleich daran, dass die Stadt Wien vor 16 Jahren einen von ihm initiierten Vorschlag des damaligen Verteidigungsministers Herbert Scheibner, das SMZ Nord auf dem Gelände des Stammersdorfer Heeresspitals zu errichten und das Heeresspital in den Neubau zu integrieren, kaltschnäuzig abgelehnt hatte.

 

„Eine solche Lösung hätte mit Sicherheit einen großen Mehrwert für den Steuerzahler bedeutet. Das Spital wäre längst in Betrieb und eine Verlängerung der U6 in kostengünstiger Hochlage bis Stammersdorf wäre jetzt zumindest schon in Bau“, so Schimanek und spart nicht mit Ironie in Richtung der damals noch absolut regierenden Wiener SPÖ im Rathaus: „Wie es scheint, wäre es wohl besser, statt auf weitere und vermutlich deutlich kostspieligere ‚Naturereignisse‘ zu warten, das SMZ Nord in eine Außenstelle der Justizstrafvollzugsanstalt Josefstadt umzufunktionieren. Dort hätten dann, angefangen von den ersten Stunden der unsinnigen Standortwahl bis zum heutigen Tag, alle Verantwortlichen für den auch im Vergleich zum einstigen AKH-Skandal weitaus schwerwiegenderen Korruptionssumpf eine verdiente Bleibe!“