Berzeliusgasse&Carrogasse: Nach 55 Jahren Toleranz jetzt Strafzettelorgien gegen „Falschparker“

„Seit nunmehr 55 Jahren parken wir unsere Autos in der Berzeliusgasse und in der Carrogasse ohne jede Beanstandung schräg zur Fahrbahn, weil ja genügend Raum vorhanden ist und wir dadurch niemand behindern. Jetzt plötzlich regnet es für uns Strafzettel mit der Begründung, dass Schrägparken nur bei Vorhandensein entsprechender Bodenmarkierungen erlaubt sei“, wettern betroffene Bewohner aus den beiden Gassen gegen diese „offensichtlich reinen Geldbeschaffungsaktionen“ der Polizei. –

 
WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald nach einem Lokalaugenschein dazu: „Sollten die Beamten hier ohne Anzeige Dritter tätig geworden sein, ist reine Abhocke nicht auszuschließen. Noch dazu, wo in dieser Gegend wegen der vielen von Wiener Wohnen und einer privaten Hausbetreuungsfirma abgestellten Firmenfahreuge akuter Parkplatzmangel herrscht. Im Falle einer Anzeige ist die Polizei allerdings verpflichtet, tätig zu werden. Auch wenn die gegebene Situation Schrägparken durchaus erlauben würde“. – WIFF wird jedenfalls in der nächsten Sitzung des Bezirksparlaments eine Überprüfung der Situation hinsichtlich der Einführung von Schrägparkzonen beantragen.