Beton in Siedlungsgebieten: Papai und seine „roten Pharisäer“…

Seit einigen Jahren entdecken immer mehr private „Bauträger“ die Wiener Siedlungsgebiete als wahre Goldgruben. Allein in Floridsdorf wachsen in fast allen Wohnsiedlungen zwischen Einfamilienhäusern auf oft kaum 800 m2 Grundfläche mehrgeschoßige Wohnblocks aus dem Boden und zerstören den ursprünglichen Siedlungscharakter.

„WIFF kämpft an der Seite der Bürger seit langem gegen diesen Übelstand an, vor der Wahl 2020 ist letztlich auch Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) auf den ‚fahrenden Zug‘ aufgesprungen mit dem Slogan: ‚Siedlungsgebiet muß Siedlungsgebiet bleiben!‘. Sich aber jetzt auf den grünen Ex-Koalitionspartner auszureden, ist nachgerade lächerlich. Papai’s Genossen mit Bgm. Ludwig an der Spitze hätten es im Wiener Rathaus leicht in der Hand gehabt, dem Treiben der Baulöwen in den Wiener Siedlungen ein rasches Ende zu bereiten“, sind die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald überzeugt.
 
Sie verweisen darauf, dass immer mehr ‚Grundstückskeiler‘ auf der Suche nach geeigneten Flächen in den Siedlungen unterwegs sind. „So lange Flächenwidmungen und Wiener Bauordnung keine Novellierung erfahren, so lange werden gefinkelte Geschäftemacher unter dem Deckmantel der Legalität ihr zerstörerisches ‚Bau-Unwesen‘ weiter betreiben“, so die beiden WIFF-Lokalpolitiker. Sie fordern von der Wiener Stadtregierung bis zur Änderung von Widmungen und Bauordnung die Verhängung eines Baustopps in allen Siedlungsgebieten nach dem Muster der Nordrandsiedlung. Fotos: Kronenzeitung/BV21, Franz Hödl.