Bezirk spricht sich gegen den Schulstandort aus! Sind Anrainereinwendungen „verschwunden“?

In der vorigen Sitzung des Bauausschusses stand u. a. auch eine Flächenwidmungsänderung für den Bereich der gewünschten Islam-Schule auf dem Programm. WIFF-Obmann Bezirksrat Hans Jörg Schimanek begründete dabei, warum ein Schulstandort an einer Hauptverkehrsstraße (Lärm, Verkehrschaos beim Bringen und Abholen der Kinder per Pkw, keine Freiflächen für die Kinder usw.) nicht akzeptabel und einer für den Bau notwendigen Änderung des Flächenwidmungsplanes daher nicht zuzustimmen sei. Die Mitglieder des Bauausschusses  schlossen sich dieser Meinung an.
In der darauf folgenden Sitzung der Bezirksvertretung erläuterte der Vorsitzende des Bauausschusses die mehrheitliche Entscheidung der Ausschussmitglieder, betonte aber zugleich, dass es seitens der Anrainer keine Einwendungen gegen eine Umwidmung gegeben hätte. WIFF-Obmann  BR Hans Jörg Schimanek sprach sich vor der Bezirksvertretung neuerlich gegen einen Schulstandort Prager Straße aus: „Hier geht es nicht um die Art einer Schule. Egal, ob am Standort Prager Straße jetzt eine islamische, amerikanische, französische oder österreichische Schule geplant sei – der von den Schulbetreibern gewünschte Standort eignet sich schlicht und einfach nicht für einen Schulbau“, so Schimanek.
pragerstr
Der Bezirk hat danach die von der MA 21 gewünschte Stellungnahme zum gegenständlichen Änderungsantrag für die Flächenwidmung verweigert und die MA 21 ersucht, andere geeignete Schulstandorte namhaft zu machen.
„Aufgeklärt werden müsse“ – so Schimanek – „warum der Vorsitzende des Bauausschusses in der Bezirksvertretungssitzung darlegen konnte, es habe seitens der Anrainer keinerlei Einwendungen gegeben“. Immerhin liegen WIFF–Wir für Floridsdorf mail-, Fax- und Postbestätigungen zum Beweis dafür vor, dass mehrere Anrainer sehr wohl Einwendungen gegen das Schulprojekt bei der MA 21 deponiert haben.
NACHLESE: Für geplante Islam-Schule in der Prager Straße: Flächenwidmung soll geändert werden.