Bezirksvorsteher Papai’s Parkeröffnung als Lachnummer des Jahres

560.000 Euro soll die neue Parkanlage Grellgasse gekostet haben – dies wird allerdings nicht der einzige Grund sein, warum gerade dieser kleine – und im dortigen Wohnbereich reichlich überflüssige – Park-Standort in die Floridsdorder Geschichtsbücher Eingang finden wird.

Mit Sicherheit wird späteren Generationen wohl auch die „Großtat“ von Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) und seiner Parteifreundin und Stadträtin Sima nicht vorenthalten bleiben, die beide jüngst mittels toller Presseaussendung ihre am 17. April getätigte Eröffnung der neuen „Parkanlage Grellgasse“ bejubelten.

„Eine Lachnummer erster Güte, denn den beiden SPÖ-Granden dürfte entgangen sein, dass ein guter Teil der kleinen Anlage, nämlich der Kinderspielplatz, auch nach der sogenannten ‚Eröffnung’ nach wie vor gesperrt ist, wie unsere Fotodokumentation vom 20. April beweist. Lediglich das Unkraut sprießt. Das kommt wohl davon, dass man Eröffnungen – vermutlich ist ja schon Wahlkampf.. – rasch vom Schreibtisch aus tätigt“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald sowie der für die WIFF-Fotodoku im Einsatz gewesene Gerhard Doppler einhellig.

Auch der Standort für den Kleinkinderspielplatz ist laut WIFF hinterfragenswert: „Im Nahbereich der schmucken Wohnsiedlung Grellgasse gibt es sage und schreibe neun Kleinkinderspielplätze mit fast den gleichen Spielgeräten wie im neuen Park. Allein der dortige Spielplatz der ‚Kinderfreunde‘ scheint größer zu sein als der gesamte neue Park. Wozu also einen weiteren Kleinkinderspielplatz? Vergisst man, dass in der Gegend auch ältere Kinder leben, die sich zum Beispiel dringend eine gesicherte Ballspielanlage wünschen?“, fragen Schimanek, Turtenwald und Doppler und üben auch deutliche Kritik am Selbstdarstellungsdrang der beiden SPÖ-Granden: „Ist es tatsächlich erforderlich, auf allen Hinweistafeln, sei es vor Parks oder auf dem Schlingermarkt usw., den im Bild festgehaltenen Konterfeis von Papai und Sima entgegenblicken zu müssen…“  – Fotos: Gerhard Doppler, Franz Hödl.

 

 

– Fotos: Gerhard Doppler, Franz Hödl.