Bgm. Ludwig sagt „Niet!“ zu Alkoholverbot für Franz Jonas-Platz

Der als Verkehrsknoten und – sozusagen als „Eingangstor“ zu unserem Bezirk – stärkst frequentierte Franz Jonas-Platz wird auch weiterhin Tummelplatz für Alkoholiker bleiben. Wie Bürgermeister Ludwig (SPÖ) jetzt in einer offiziellen Anfragebeantwortung der FPÖ mitteilte, „sei die Zahl der Personen, welche der Alkoholszene zuordenbar sind, im Vergleich zum Gesamtaufkommen auf dem Franz Jonas-Platz als zahlenmäßig sehr gering einzustufen“.

Und der Bürgermeister bedient sich auch gleich des Verfassungsgerichtshofes, „nach dessen Judikatur müsse es sich um qualifizierte Missstände handeln, die jeweils über das ortsübliche Maß hinausgehen“, damit ortspolizeiliche Verordnungen (örtliches Alkoholverbot/Anm.) erlassen werden können.
 
„Müssen erst ein Viertel oder die Hälfte der Leute auf dem Franz Jonas-Platz mit der Bierdose oder einer Schnapsflache unterwegs sein? Dass sich im Bahnhofsbereich neben zehntausenden Passanten auch zahlreiche Kinder und Jugendliche auf dem Schulweg tagtäglich mit den üblen Bildern der Alk-Szene konfrontiert sehen, scheint den Bürgermeister offenbar ebenso wenig zu stören, wie seinen Genossen Bezirksvorsteher Papai“, übt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek namens des WIFF-Teams harsche Kritik. Immerhin waren es WIFF-Aktivisten, die bereits 2013 in einer im Bezirksparlament eingebrachten Resolution ein Alkoholverbot gefordert hatten und immer wieder auch mit Demonstrationen und Anträgen aktiv waren. „Von einem Bezirksvorsteher sollte man doch nicht nur ein ‚interessiertes Beobachten der Szenerie (siehe Foto), sondern vor allem ein gewisses Durchsetzungsvermögen erwarten dürfen. Auch wenn es einmal gegen die Meinung des Ex-Floridsdofers und Parteigenossen Bürgermeister, dafür aber um die berechtigten Interessen weiter Kreise der Bevölkerung geht!“, so Schimanek abschließend.