BI Siemensäcker scheitert mit UVP-Forderung beim Bundesverwaltungsgericht – Jetzt wird Anrufung des Obersten Gerichtshofes vorbereitet – BI: „Ungereimtheiten auf dem Siemens-Areal“

Vor kurzem hat das Bundesverwaltungsgericht der „Bürgerinitiative Siemensäcker“ die Forderung, vor Beginn der Bauarbeiten für die u. a. mit 35-Meter-Wohntürmen geplante Wohnhausanlage zwischen der Siedlung Wolfsgrube und dem Siemens-Areal sei eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich, ablehnend beurteilt. „Unverständlich und – wenn man die örtlichen Verhältnisse kennt – völlig realitätsfern!“, so BI-Sprecher Helmut Sommerer. Man werde nach der Prüfung des BvGH-Urteils binnen sechs Wochen eine Beschwerde beim OGH einbringen.

Dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Die Bürgerinitiative spricht sich ja nicht grundsätzlich gegen das Wohnbauprojekt aus, vielmehr habe man der federführend agierenden „Sozialbau“ (der wohl größte und der SPÖ zugeordnete Wiener Bauträger, Anm.) vorgeschlagen, die drei geplanten 35-Meter-Türme auf jeweils 21 Meter Höhe zu reduzieren. Unverständlich deren ‚Njet‘, aber offenbar waren sich die Herrschaften der erforderlichen Widmung des Areals durch den Magistrat und die Ablehnung der von der BI geforderten Umweltverträglichkeitsprüfung bereits gewiss!“ –
 
Weitere Ungereimtheit: Im August 2016 wurde vom Magistrat in einer Verhandlung die Errichtung eines Containerplatzes zum Aufstellen von Containern im Freien mit einigen geringen Auflagen genehmigt. „Jetzt steht auf dieser Fläche eine gewaltige Hallenkonstruktion, die zuvor auf der sogenannten ‚Westspange‘ des Siemens-Areals stand. Dieses Areal wurde kürzlich an die WIENWERT verkauft. Es hat den Anschein, dass man schon im Vorfeld den Verkauf geplant hat und die Platzierung der demontierten Hallenkonstruktion auf dem für die Aufstellung von Containern genehmigten Fläche vorgesehen war“, so Sommerer. –
 
Seitens WIFF meint dazu Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Jetzt wäre es für den Magistrat wohl an der Zeit, sich diese Vorwürfe der Bürgerinitiative einmal genauer anzusehen!“