BI Siemensäcker schlägt Alarm: Obwohl der geplante 1. Bauabschnitt noch beim VerwGH. anhängig ist, wird bereits der 2. Bauabschnitt vorbereitet.

Der Dauerberenner „Siemensäcker“ sorgt erneut für Aufregung, nachdem der dortigen Bürgerinitiative erste Baupläne für das in 11 Bauplätze aufgeteilte Gelände zugespielt worden sind. Auf der Projektseite von wohn.syn.21 sind auch erste 3D-Modelle aufgetaucht, „die von einem echten Künstler stammen dürften“, so die BI-Sprecher Mag. Alexander Kropf und Helmut Sommerer zu WIFF. Tatsächlich wirken hier die Einfamilienhäuser der Siedlung Wolfsgrube im Vergleich zu den geplanten vielgeschoßigen Wohngebäuden deutlich überdimensioniert. „Fotografische Absicht oder optischer Zufall?“, fragen Sommerer und Kropf, die Bezirksvorsteher Papai, dem SPÖ-Wohnbauträger Sozialbau und der Stadtregierung „Verschleierungstaktik“ vorwerfen. „Trotz Politzusagen warten wir seit 2016 nach wie vor auf Informationen zu einem hydrologischen Gutachten und dem versprochenen nachhaltigen Verkehrskonzept“. Besonders erstaunlich: Obwohl die Beschwerde der Bürgerinitiative gegen einen negativen UVP-Feststellungsbescheid zum Bauabschnitt 1 beim Verwaltungsgerichtshof anhängig ist, laufen bei Siemens bereits die ersten Grundfreimachungsarbeiten für einen Bauabschnitt 2. – „Die rot&grünen Verantwortlichen im Wiener Rathaus lernen offenbar nie dazu und sorgen so für die Probleme der Zukunft. Da werden Projektes aus dem Boden gestampft, ohne sich zuvor Gedanken vor allem über die erforderliche Verkehrsinfrastruktur gemacht zu haben. Wie sollen denn die zum Teil schon heute heillos verstopften Verkehrswege beispielsweise die Autos von vorerst weiteren rund 2.500 Bewohnern allein des Bauabschnittes 1 aufnehmen? Vom Bauabschnitt 2 noch ganz zu schweigen“, kritisiert auch WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek die mangelnde Lernfähigkeit im Wiener Rathaus.

„Statt etwa in Kuba zu urlauben oder Rio de Janeiro als Ziel von Erkundungs- und Dienstreisen zu wählen, sollten unsere Stadtverantwortlichen umgehend ‚Sightseeing-Touren‘ in modernen europäischen Städten z. B in Skandinavien einplanen. Dann werden selbst die Uneinsichtigsten erkennen müssen, wie auch zeitlich untrennbar Stadterweiterung und die dazu erforderliche Schaffung von Infrastruktur miteinander verknüpft sein müssen, will man den Menschen in naher und auch fernerer Zukunft dann oft unlösbare Probleme ersparen“, so Schimanek abschließend.