BILLA-Filiale Lavantgasse: Nachdem Kassierin bettelnde Kinder des Geschäftes verwiesen hatte, drohte der Vater mit „Tschetschenen“.

Seit eine Kassierin der BILLA-Filiale Lavantgasse (Nordrandsiedlung) zwei volksschulpflichtige Kinder einer im angrenzenden Gemeindebau lebenden Zuwandererfamilie wiederholt beim Anbetteln von Kunden beobachtet und sie schließlich der Filiale verwiesen hatte, fürchtet die Frau Racheaktionen. Zuerst sei die Mutter aufgetaucht und habe die Kassieren zur Rede stellen wollen.

 
Nach deren Antwort: „Erziehen Sie ihre Kinder doch besser!“, sei die Frau laut Augenzeugen wutentbrannt davon gelaufen – kurz darauf sei dann der Vater der Kinder lautstark ins Geschäft gestürmt und habe der Kassierin u. a. sogar gedroht „Ich schicke Tschetschenen!“
 
Seitens der Filialleitung wurde daher nach Rücksprache mit der BILLA-Zentrale bei der Polizei Anzeige erstattet. Seither lebt die Kassierin – selbst türkischer Abstammung und seit rund 20 Jahren in Österreich – in Angst. Auch eine zweite BILLA-Mitarbeiterin, die Zeugin des Vorfalls war, hat Angst und wollte nicht einmal bei der Sachverhaltsaufnahme durch die Polizei ihre Aussage zu Protokoll geben. Begründung: „Ich wohne doch im selben Gemeindebau wie der Mann“.
 
Dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, an den sich Kunden der dortigen BILLA-Filiale gewandt hatten, „damit die Sache auch im Interesse der Kassierien nicht einfach unter den Teppich gekehrt wird“: „Hier muss hart durchgegriffen werden. Wie kommen BILLA-Mitarbeiterinnen, die sich ihr Geld wahrlich nicht leicht verdienen, dazu, vor allem bei Dunkelheit ihren Nachhauseweg von der Filiale aus Angst vor etwaigen Racheaktionen nur in Begleitung zu absolvieren?“