BILLA-„Problemfiliale“ Schwaigergasse: Lärm bei Warenanlieferung empört Hausbewohner und Anrainer

Als sich vor Monaten so manche Familie dazu entschlossen hat, in dem Neubauprojekt in der Schwaigergasse 29–33 eine neue Bleibe zu erwerben, hatten die Leute noch keine Ahnung davon, dass im Erdgeschoß der Anlage eine BILLA-Filiale vorgesehen war. Jetzt, wenige Tage nach Eröffnung des BILLA-Marktes, ist sowohl bei den betroffenen Bewohnern wie auch bei vielen Anrainern in der schmalen Schwaigergasse „Feuer am Dach“. –

 

„Ich bin wegen der zentralen Lage und vor allem deshalb hier eingezogen, weil meine der Gasse abgewandten Räumen Richtung Hof eine absolute Ruhelage zu garantieren schienen. Wenn man dann aber sogar an Samstagen gegen 6.15 Uhr vom Lärm der durch den Hoftrakt erfolgten Warenanlieferung aus dem Schlaf gerissen wird, ist das völlig unerträglich. Wer das genehmigt hat, sollte für ein paar Tage selbst hier einziehen“, so eine verzweifelte Bewohnerin zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Bestätigt wird die Frau von betroffene Mitbewohnern und Anrainern der Nachbarhäuser. –

Bei einem morgendlichen Lokalaugenschein kam auch der Bezirkspolitiker zur Überzeugung, dass dieser BILLA-Standort für Hausbewohner und Anrainer höchst problematisch ist. „Die Liefer-LKW müssen in der schmalen Schwaigergasse parken. Danach werden die mit Waren gefüllten fahrbaren Metall-Regale scheppernd durch den Hauseingang in den Hof der Wohnhausanlage und von dort in die Filiale gerollt. An einen gesunden Schlaf, vor allem bei geöffneten Fenstern in der heißen Jahreszeit, ist für Hausbewohner und Anrainer da wohl nicht zu denken“, so Schimanek, der jetzt das Zustandekommen der Betriebsanlagengenehmigung hinterfragen will. Es sei auch verwunderlich, warum BILLA entgegen sonstigen Gepflogenheiten gerade in einem solchen nicht gerade umsatzträchtigen Bereich einen eigenen Markt eröffnet hat. „Das wird doch nichts damit zu tun haben, dass man seitens BILLA&REWE dem kaum drei Gehminuten entfernten SPAR-HYPERMARKT die eine oder andere Kundschaft abspenstig machen will?“, so der Bezirkspolitiker abschließend.