Bisamberg-Magdalenenhof: „Starkoch“ Gerer unter Zurücklassung eines Schuldenberges „wie vom Erdboden verschwunden“

Bisamberg: Häupl-Freund Gerer ließ die Stadt Wien und uns Steuerzahler auf einem Berg Schulden sitzen

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: In einer Anfragebeantwortung musste Bezirksvorsteher Lehner in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung zugeben, dass der vom Wiener Rathaus vor rund drei Jahren mit kostspieligen Geschenken aus dem Wiener Steuertopf beschenkte „Starkoch“ R. Gerer unter Zurücklassung eines wahren Schuldenberges „wie vom Erdboden verschwunden“ ist. „Er hat derzeit keine Zustelladresse!“, so der Bezirksvorsteher.

Wir erinnern: Die Stadt Wien hatte vor etwas mehr als drei Jahren auf dem stadteigenen Betriebsgelände im Bisamberger Magdalenenhof unter hohem Finanzaufwand ein Restaurant neu adaptiert, in dem nach Fertigstellung unter großem auch medialen Getöse der sogenannte „Starkoch“ R. Gerer einziehen durfte. Ohne dafür Geld in die Hand nehmen zu müssen. Gleich zur Eröffnung traf sich alles, was im Rathaus Rang und Namen hatte.

Wir von WIFF–Wir für Floridsdorf haben uns damals über diese Angelegenheit stark gewundert, war und ist doch die Zufahrt zu diesem Restaurant über die Senderstraße (Wien-Wanderweg) an Wochentagen erst ab 18 Uhr gestattet, an Wochenenden von Samstag 0 Uhr bis Sonntag 24 Uhr gänzlich untersagt. „Wann, so fragten wir uns, will denn Häupl-Freund Gerer da sein Geschäft machen, um finanziell überleben zu können. Wie kann er die Betriebskosten wie Strom, Wasser und Abwasserentsorgung durch Pumpwagen und gar die Miete finanzieren?

Wir haben uns auch gefragt, wie ein Herr Gerer einen derartigen Mietvertrag im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte unterschreiben konnte in dem Wissen, dass die Zufahrt zum Lokal über den Wien-Wanderweg Senderstraße die meiste Zeit gesperrt ist. Unsere Vermutung: Freund Häupl hat seinem „Lieblingskoch“ die Öffnung der Senderstraße nach der Wien-Wahl (2010) zugesichert. Doch die Wien-Wahl wurde für die SPÖ zu einem Debakel und eine Öffnung des Wien-Wanderweges konnte gegen den Willen des neuen Koalitionspartners „in Grün“ nicht einmal mehr angefacht werden.

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Nunmehr stellt sich also heraus: Die Sanierung des Restaurants auch mit einer modernst ausgestatteten Küche und Überlassung des Betriebes an Gerer wurde zu einem veritablen Skandal. Denn Gerer mußte jetzt aus dem Magdalenenhof wegen des bereits stark angewachsenen Schuldenberges „verjagt“ werden.

Die Frage, wie hoch die wohl nie mehr einzubringende Schulden sind, wird vom Magistrat mit dem Hinweis auf den „Datenschutz“ verweigert.
Ebenso die Beantwortung der Frage, wie viele Flaschen Wein Gerer vom städtischen Weingut Cobenzl bezogen, aber nicht bezahlt hat. Im Restaurant Magdalenenhof jedenfalls kann die bezogene Menge Weines nicht ausgeschenkt worden sein, denn da hätte das Lokal wohl tagtäglich mehr als ausgebucht sein müssen…

Unter diesem Aspekt sind wohl auch die Jubelmeldungen des Bürgermeisters und seines Kellermeisters auf dem Cobenzl über die guten Absätze von Flaschenweinen neu zu hinterfragen. Nicht mitgeteilt haben Häupl&Co. jedenfalls, ob sich dieser Absatz in Form entsprechender Einnahmen auch tatsächlich zur Gänze in der Bilanz des Weingutes widerspiegelt.

Wie gesagt: Herr Gerer hat laut Bezirksvorsteher Lehner keine postalische Zustelladresse, daher wird man ihm auch keine Klage zustellen können.
Häupl&Co sei daher angeraten, künftig die Boulevardpresse genau zu lesen – denn dort steht mit Sicherheit geschrieben, in welchem Restaurant der „Starkoch“ demnächst wieder aktiv sein wird…