Bisamberg: UM DAS „JAGDSCHLOß MAGDALENENHOF“ BAHNT SICH EIN MEGASKANDAL AN

Wie vielen Bezirksbewohnern und Freunden des Bisambergs wohl nicht unbekannt sein dürfte, hat die Stadt Wien im Herbst des Vorjahres den Pächter deS „JAGDSCHLOSSES MAGDALENENHOF“ nach Jahrzehnten den Vertrag gekündigt, „weil er die Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes nicht getätigt habe“.In Wahrheit hat jedoch der Eigentümer – die Stadt Wien – seit mehr als 50 Jahren keinen einzigen Schilling/Euro in die Liegenschaft investiert. „Eine Sanierung wäre Aufgabe der Gemeinde Wien gewesen, der Pächter hätte lediglich für die Erhaltung Sorge tragen müssen. Was nicht saniert ist, kann auch nicht erhalten werden. Und überdies hätte der Pächter den Eigentümer immer wieder auf dringend erforderliche Sanierungsnotwendigkeiten hingewiesen“ – so der Anwalt des gekündigten nunmehrigen Ex-Pächters. Dieser hatte – wie er sagte – „aus Selbsterhaltungstrieb“ nach einer Räumungsklage vor Gericht einem Vergleich zugestimmt und war noch im Vorjahr ausgezogen. „Man hat mir ansonsten mit einer Millionenklage gedroht, die ich allein schon aus finanziellen Gründen gegen den Riesen Stadt Wien einfach nicht durchstehen hätte können“, sagt der Ex-Pächter.

Doch nunmehr ist eine „Bombe“ geplatzt. In Beantwortung einer Anfrage hat die zuständige Stadträtin Mag. Sima wie folgt geschrieben:

„Der Pächter hat es trotz von ihm selbst unterschriebener vertraglicher Verpflichtungen jahrelang verabsäumt die nötigen Investitionen zur Instandhaltung des Gebäudes zu tätigen. Daraufhin war die Stadt gezwungen, den Pachtvertrag zu kündigen. Nun ist die Magistratsabteilung 49 dabei die durch die Untätigkeit des Pächters entstandenen Schäden und daraus resultierenden Kosten für die Stadt zu erheben…“

Jetzt müsste eigentlich die Staatsanwaltschaft Wien in Eigenregie tätig werden. Denn hier „riecht“ es nach Amtsmissbrauch!? – Wenn nämlich der Inhalt des Briefes der Stadträtin Mag. Sima der Wahrheit entspricht, dann hätte die Stadt Wien niemals einem gerichtlichen Vergleich mit dem damaligen Pächter zustimmen dürfen. Denn – immer vorausgesetzt, der Briefinhalt beruht auf Wahrheit – mit dem Vergleich hat die Stadt Wien auch auf jedweden Schadenersatz verzichtet. Und der Schaden durch die laut Mag. Sima jahrzehntelange Untätigkeit des Pächters geht – so wird geschätzt – weit über die Millionengrenze. Und dafür müssen bei einer Sanierung jetzt die Steuerzahler gradesten!?