Bruckhaufen: Asbestgefahr durch unsachgemäßen Hausabbruch – Anrainer befürchten gesundheitliche Schäden.

Weil bei einem Abbruch-Objekt des Bauträgers Glorit in der Schwarzlackenau, Kugelfanggasse 79, alle erforderlichen Sicherungsmaßnahmen außer Acht gelassen wurden und werden, fürchten Anrainer jetzt um ihre Gesundheit. „Und auch um die Gesundheit der Baustellen-Arbeiter, die mit Ausnahme einer ‚Corona-Maske‘ mit keinerlei Schutzbekleidung ausgerüstet sind. Immerhin haben sie ja selbst bestätigt, Kenntnis von der Asbestbelastung des Hauses zu haben“, macht Anrainer Roland Schuldt  anlässlich eines gemeinsamen Lokalaugenscheines mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und Tony Rei, dem Chef der Wiener Naturwacht, seinem Ärger Luft.
 Wie durch Fotos und Videos nachweisbar, wurden die Dachplatten händisch von der Konstruktion gerissen und zu Boden geworfen, danach auf dem Erdreich des Gartens verteilt und mit dem Bagger in den Boden ‚eingearbeitet‘. „Danach wurde das Erdreich mit zahlreichen Lkw-Fuhren zur Deponie verfrachtet. Erst nachdem ich Arbeiter auf ihren Pfusch hingewiesen und die Baubehörde verständigt habe, wurden Asbestsäcke geliefert, um zumindest einen Teil der gefährlichen Altlast zu sichern.“, so Roland Schuldt.
„Aber auch Probennahmen durch die ebenfalls verständigte Umweltabteilung MA 22 hinderte das Glorit-Abbruchteam nicht daran, seinen Pfusch fortzusetzen. Ohne irgendwelche Absperrungen vorzunehmen, ließ man es zu, dass drei Kinder den Abbruch vom Gehsteig direkt neben dem Gartenzaun aus verfolgten und schließlich beim Einsturz der Hausmauern von einer Staubwolke und auf der Gasse umherfliegenden Trümmern  umgeben schreiend das Weite suchten. Hier müssen die Verantwortlichen mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft und bei etwaigen künftigen Vorhaben genauestens unter die Lupe genommen werden. Denn wenn es um die Gesundheit von Menschen und in späterer Folge durch Asbestbeeinträchtigung sogar um deren Leben gehen kann, darf es kein Pardon geben!“, fordern Naturwachtchef Tony Rei und WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek abschließend.
Fotos/Videos: Roland Schuldt, Franz Hödl.