Bruckhaufen: Massive Proteste gegen Kindergarten-Großprojekt.

Die Errichtung eines 7-gruppigen Kindergartens unweit der Islamischen Moschee auf dem Bruckhaufen hat seit Baubeginn in der Bevölkerung dieses über Jahrzehnte zu einem Schmuckkasterl gewachsenen Floridsdorfer Siedlungsgebietes massive Protesten ausgelöst. Die Bürger kritisieren vor allem die Größe des Projektes, zumal der bisherige Kindergarten lediglich in zwei Gruppen geführt wurde.

„Wozu einen derartigen Monsterbau hinstellen, noch dazu ohne die gerade für Kinder so wichtigen Grünflächen, wo doch für unsere Siedlung ein drei-, maximal viergruppiger Kindergarten völlig ausreichend wäre. Wenn künftig Eltern ihre Kinder aus anderen Bezirksteilen in den neuen Kindergarten führen und abholen, bedeutet das für unsere Siedlung zusätzlichen Verkehr und damit auch überflüssigen CO2-Ausstoß!“, so die fast gleichlautenden Aussagen vieler Bewohner gegenüber WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Maria Petrak, Obfrau des Siedlervereins Bruckhaufen, will jetzt für 12. Oktober alle im Bezirksparlament vertretenen politischen Parteien zu diesem Thema zu einer gemeinsamen Diskussion einladen. „Vorher möchte ich gegenüber Vertretern der Politik keine gesonderten Stellungnahmen abgeben“, so Petrak auf Nachfrage von Schimanek.
 
Dieser kritisiert vor allem die fehlende Information und Einbindung der Bevölkerung bei diesem Projekt durch die Stadt Wien. „Ein derartiges Vorhaben speziell in einem Siedlungsgebiet praktisch heimlich, still und leise durchzupeitschen, fordert Proteste geradezu heraus. Einladungen zur Bauverhandlung nur für direkte Anrainer sind da eindeutig zu wenig und führen die von Bürgermeister Ludwig&Co oder seinem Floridsdorfer SPÖ-Statthalter Papai bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit strapazierte Bürgernähe völlig ad absurdum“, so der WIFF-Bezirkspolitiker, der sich eine Evaluierung des Projektes durchaus vorstellen kann, abschließend.