Bürgermeister Ludwig (SPÖ) hat Erklärungsbedarf: Laut Gutachten hat er sein Kleingartenhaus in Floridsdorf zu groß gebaut.

Seit nunmehr 16 Jahren liegt der Wiener Friedrich Lind mit dem Wiener Magistrat im Gerichtsstreit und kämpft gegen einen seiner Meinung nach unrechtmäßigen Abbruchbescheid für sein Haus in einer Kleingartensiedlung auf dem Schafberg.
 

Anwaltlich bestens vertreten, hat Lind letztlich sogar ein Buch mit dem bezeichnenden Titel „Das gebogene Recht – Lügen, Vertuschungen und Rechtsbruch der Stadt Wien“ / Edition Ladenburg (www.stadt-wien-skandal.at) heraus gebracht. Ein Kapitel dieses Buches widmete der Herausgeber auch dem damaligen Wohnen-Stadtrat und nunmehrigen Bürgermeister Ludwig (SPÖ). Titel des Kapitels: „Der alte (Bau)Sünder – Wiens Wohnbaustadtrat Ludwig bricht selbst das Gesetz – und baut im Kleingarten gegen die Vorschriften“.
 
Basierend auf dem Vermessungsgutachten eines angesehenen gerichtlich beeideten Sachverständigen und Geometers lautet der Vorwurf an Ludwig, beim Bau seines Einfamilienhauses in den Jahren 2003/04 in insgesamt sechs Punkten (lediglich zwei Verstöße wurden seither behoben) gegen die gesetzlichen Baubestimmungen just jener Behörde (MA 37 / Baupolizei) verstoßen zu haben, der er damals als politischer Ressortchef selbst vorstand. 
 
Dazu WIFF-Landesparteiobmann und Floridsdorfer Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Auch wenn Ludwig und die in dem Buch arg zerzausten Magistratsbeamten gegen die massiven Vorwürfe des Buchautors nie vorgegangen sind,verweist WIFF selbstverständlich auf die Unschuldsvermutung. Aber gerade angesichts des jüngst im Auftrag des Magistrats erfolgten Abbruchs des Einfamilienhauses einer vierköpfigen Familie in Floridsdorf wegen konsenswidriger Errichtung (um einige m2 zu groß) haben die Wienerinnen und Wiener wohl das Recht auf eine ausführliche Stellungnahme des Herrn Bürgermeisters!“