Bus-Garage Leopoldau: „Geheimnisse“ um Kleinbusse der Wiener Linien

Da die neue Bus-Garage der Wiener Linien in der Katharina Scheiter-Gasse noch nicht an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen ist, wurde nach deren Inbetriebnahme für die Mitarbeiter zwischen der Garage und der U1-Endstation „Leopoldau“ ein Shuttledienst eingerichtet.

Ursprünglich erfolgten diese Zubringerfahrten etwa im Halbstundentakt mit einem normalen Linienbus, ehe nach WIFF-Intervention zwei Kleinbusse angeschafft wurden. „Das war damals ja wirklich lächerlich, wenn in den großen Bussen oft nur ein oder zwei Mitarbeiter befördert wurden oder der Bus die Strecke oft auch hin und zurück leer absolvierte. Noch dazu, da die Fahrzeuge ja durch bewohntes Gebiet unterwegs waren und stets in der Puschmanngasse zwischen den Häusern – im Winter oft mit laufendem Motor – kurze Stehpausen einschoben“, erinnert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Leider werden – sehr zum Ärger der Anrainer entlang der Route – auch jetzt noch hin und wieder große Busse für den Shuttledienst genutzt. „Auf diesbezügliche Anfrage war lediglich zu erfahren, die Kleinbusse seien in Reparatur“, so ein Anrainer, der sich aber mir dieser Auskunft nicht zufrieden gab, sondern weitere Nachforschungen betrieb: „Es wäre doch seltsam, würde man beide Busse gleichzeitig in die Werkstätte stellen. Von einem Mitarbeiter der Garage habe ich dann erfahren, dass die Kleinbusse bei Bedarf allen Bediensteten via Gewerkschaft gegen ein kleines Entgelt auch für private Zwecke zur Verfügung stehen. Sogar Urlaubsfahrten wurden laut meinem Informanten mit den Kleinbussen schon absolviert“, berichtet der Anrainer dem WIFF-Bezirkspolitiker.
 
„Seltsam erscheint auch“, so Schimanek abschließend, „dass die Kleinbusse den Anschein von rein privaten Fahrzeugen erwecken und keinerlei Beschilderung haben, die auf die ‚Wiener Linien‘ hinweisen. Will man da etwas verschleiern?“
 
WIFF wird jetzt mit einer offiziellen Anfrage im Bezirksparlament „Licht ins Dunkel“ bringen.