Buslinie 28A: „Bitte weiter warten…“

Während die rote Politprominenz von Stadt und Bezirk bei jeder Eröffnung einer neuen Wohnhausanlage in Floridsdorf in Begeisterungsstürme ausbricht und allen „Neuzuzüglern“ in der Hoffnung auf neue Wähler am liebsten rote Teppiche ausrollen möchte, vergeht vielen Bewohnern der Genossenschafts- und Eigentumsanlage „Am Park“ nächst dem Siemens-Areal beim Warten auf die Busse der Linie 28A vor allem zu den Stoßzeiten regelmäßig das Lachen.

„Obwohl bereits an die 2.000 Menschen hier leben, sind die Busse infolge der viel zu langen Intervalle oft ‚randvoll‘, doch die ‚Wiener Linien‘ sehen nach wie vor keinen Bedarf für zusätzliche Fahrzeuge. Ebenso erfolglos ist bisher der Wunsch vieler Bewohner geblieben, die Linie 28A auch an Samstagen und Sonntagen zu führen“, wundert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über die bisherige Hartnäckigkeit der ‚Wiener Linien‘.
 
Auch von Bezirksvorsteher Papai erwartet sich Schimanek mehr Durchsetzungskraft. „Briefe zu schreiben und danach negative Antworten abnickend einfach zur Kenntnis zu nehmen, ist da eindeutig zu wenig. Vom Vorsteher eines rund 175.000 Einwohner zählenden Bezirkes darf sich die Bevölkerung wohl deutlich mehr Durchsetzungswillen erwarten“, so Schimanek abschließend.
Fotos: Helmut Sommerer.