BV Papai’s „Geschäftsmeile“ erhält Zuwachs: Neues Orient-Lokal im Amtshaus Am Spitz.

„Weil die zuständige MA 34 säumig war, wird im Amtshaus Am Spitz statt eines möglich gewesenen Tee-Spezialitätengeschäftes demnächst ein türkisches „vegetarisches Geschäft“ den Betrieb aufnehmen. Die Umbauarbeiten sind bereits in vollem Gang. „Allein im unmittelbaren Bezirkszentrum bekommt der „21ste“ damit einen zusätzlichen Orient-Laden und die Identität Floridsdorfs geht weiter den Bach hinunter. Offenbar hat auch Bürgermeister Ludwig (SPÖ) nach seinem Auszug aus dem Bezirk seine Floridsdorfer Wurzeln längst vergessen“, üben die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald heftige Kritik an den Vermietungspraktiken und der Untätigkeit von Magistrat und Stadtpolitik.

In dem Lokal wurde bis vor mehreren Jahren ein Gastronomiebetrieb geführt, mehrere Jahre lang wurde das Geschäft vom letzten Mieter sogar illegal untervermietet. Schließlich sperrte er das Beisl lange vor Corona und versuchte danach bis lange vergeblich, seine Mietrechte zu veräußern. Erst vor kurzem hat er schließlich Interessenten gefunden, die bereit waren, die für die Übernahme des Mietvertrages geforderte Ablöse auf den Tisch zu legen. „Hier hätte der für die Vermietung von städtischen Geschäftslokalen zuständige Magistrat längst einschreiten und nach sechsmonatiger nicht widmungsgemäßer Nutzung – weil nicht geöffnet – den Mietvertrag auflösen müssen. Diesbezügliche Anfragen von WIFF wurden von der MA 34 lapidar mit dem Hinweis abgetan, es bestehe ein ‚aufrechter Mietvertrag‘.
 
Auf die Idee zu prüfen, wie lange das Lokal schon vor Corona geschlossen war, kamen die Herrschaften offenbar nicht“, so Schimanek, der für die Räumlichkeiten eine mit Sicherheit sinnvollere Lösung parat gehabt hat. „Angesichts der leistbaren Miete im Amtshaus hatte ein ernsthafter Interessent die Absicht, ein Tee-Spezialitätengeschäft mit Produkten aus aller Herren Länder samt ‚Tea to go’ zu eröffnen, was zu einer deutlichen Aufwertung der ohnehin nicht gerade spektakulären Geschäftsszene im Bezirkszentrum geführt hätte.
– Fotos: Franz Hödl.