„Causa Carport“: Stadtrat Ludwig (SPÖ) regiert auf WIFF-Initiative mit einem schwammig formulierten Zeitungsinserat auf Steuerzahlers Kosten

Die WIFF-Aktivitäten für eine Änderung der Wiener Bauordnung, damit die Errichtung von Carports endlich auch in den Vorgärten von Siedlungshäusern offiziell erlaubt wird, scheint dem zuständigen Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Chef Ludwig unter die Haut zu gehen. Nachdem er zuvor vergeblich den Versuch gemacht hatte, die für Flächenumwidmungen zuständige Vizebürgermeisterin Vassilakou mit in die Verantwortung zu nehmen, geht er nunmehr mittels eines „schwammig formulierten“ (O-Ton eines betroffenen Siedlers) Zeitungsinserates „in die Offensive“. Da ist die Rede von einen neuen Ratgeber, „einem Leitfaden, der verständlich erklärt, was erlaubt ist und was nicht. Weil bei Carports große Unsicherheit herrscht“, so Ludwig in der Einschaltung. Dazu wird keineswegs das Foto eines herkömmlichen Carports gezeigt, sondern eine überdachte Konstruktion gleich für mehrere Fahrzeuge, die wohl kaum in einem Vorgarten Platz fände und gegen deren Verbot in der Bauordnung auch nichts einzuwenden ist. „Will uns der Ludwig für dumm verkaufen?“, fragen jetzt Betroffene.

„Der Herr Stadtrat sollte sich besser die anderen Bundesländer zum Vorbilder nehmen und den antiquierten ‚Anti-Carport‘-Paragraph novellieren. Zur damaligen Zeit gab es nur wenige Autos, die überdies vor den Siedlungshäusern geparkt werden durften. Seit die Straßenverkehrsordnung Mindeststraßenbreiten vorschreibt, dürfen die Fahrzeuge nicht mehr vor den Häusern abgestellt werden und die Parksheriffs machen reiche Beute“, begründen die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ihre Forderung.
„Hier sollte Ludwig doch Vernunft walten lassen und sich endlich von seinem sturen ‚Njet‘ verabschieden, nur weil der Vorschlag von WIFF, einem ungeliebten Mitbewerber bei der nächsten Wahl, kommt“.

Die beiden Bezirkspolitiker schlagen daher vor, konsenslos errichtete Carports über Antrag zumindest auf Zeit zu genehmigen, bis eine entsprechende Änderung in der Wiener Bauordnung erfolgt. „Immerhin gibt es ja diese Möglichkeit, wie gleichartige Fälle beispielsweise in der Schererstraße beweisen. Oder sollen wir die schriftliche Erklärung Ludwigs, dass bei derartigen Behördenverfahren stets das gelindeste Mittel anzuwenden sei, nicht ernst nehmen?“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.

Schererstr-Ludwigbrief

 

 

Carports-Ludwig-Inserat-Kopie