„Chamäleon“ Ludwig? – Mit Rechts-Links-Wechselschritten zum Wiener Bürgermeister? Gedanken zur Häupl-Nachfolge von Bezirksrat Hans Jörg Schimanek (WIFF–Wir für Floridsdorf)

„Der Ludwig, der weiß wie’s geht…“ – möchte man meinen, wirft man einen Blick hinter die Alltags-Kulissen des gefinkelten SPÖ-Wohnbaustadtrates Ludwig, der auch seit Jahren den Chefsessel bei den Floridsdorfer Bezirksgenossen besetzt. Jener Bezirkspartei der Sozialdemokraten, die in den letzten Wahlgängen (Gemeinde- und Bezirksratswahlen, Nationalratswahl) neben Simmering die schlechtesten Rot-Ergebnisse eingefahren hat.

Und die – glaubt man den Beteuerungen von Frau und Mann auf den Floridsdorfer Straßen – beim nächsten Wiener Wahlgang spätestens 2020 noch weiter absacken wird. Dennoch vermeint sich Ludwig nach steten eigenen Aussagen befähigt für die Funktion des Wiener Bürgermeisters. Die Tatsache, dass es ihm seit Übernahme des Wohnressorts nicht einmal ansatzweise gelungen ist, bei „Wiener Wohnen“ und damit in vielen Gemeindebauten Ordnung zu schaffen, ficht Ludwig offensichtlich nicht an in seinem Streben nach Oben.
Erst die Vorwürfe mancher Funktionärskollegen, er bewege sich auf dem politischen Parkett „etwas zu wendig“, scheinen Ludwig in seinem Vorwärtsdrang in Richtung Häupl-Nachfolge zum Umdenken veranlasst zu haben. Vergessen scheint die zumindest optisch erkennbare Kooperation mit der FPÖ schon anlässlich der Wahl des Bürgermeisters und der Stadträte nach der Gemeinderatswahl 2015. Während damals von den insgesamt 100 Gemeinderäten nur 52 für Häupl als Bürgermeister votierten, fuhr Ludwig dank der Freiheitlichen mit 81 Ja-Stimmen das beste Resultat aller zur Wahl gestandenen SP-Mandatare ein. Ein Schelm, der da an eine mögliche Absprache denkt…
 
Eindeutigen „Rechtsdrall“ bewies Ludwig, als er im Dezember 2016 anlässlich einer Festveranstaltung des „Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften“ im „Haus der Heimat“ in die Rolle des Festredners schlüpfte. Und auch hier stuften wohl nur Schelme den Auftritt Ludwigs als Vorboten einer künftigen rot/blauen Rathaus-Koalition unter seiner Regentschaft ein.
 
Den Wiener Freiheitlichen dürften Ludwigs „Rechts-Schwenks“ jedenfalls gefallen haben, denn da und dort konnte man bis vor kurzem noch vernehmen: „Mit dem Ludwig kann man reden. Der passt…usw.“

 
Jetzt hat Ludwig die Blauen mit seiner plötzlichen Wende „Zurück nach Links“ im Regen stehen lassen. Die Gefahr, beim kommenden Parteitag samt Obmann-Wahl Stimmen von FPÖ-Gegnern zu verlieren und gegen seinen Gegenkandidaten Schieder letztlich den Kürzeren zu ziehen, war ihm offenbar zu groß. Daher jetzt das Motto von „Ludwig-neu“: „Auch ich will keine Koalition mit der FPÖ“…