„Coole Straße“ Franklin-Promenade – Ein sündteures „Hirngespinst“…

Zur Zeit ist die gesamte Franklinstraße/Promenade ab dem Gymnasium bis zum ehemaligen Floridsdorfer Krankenhaus eine einzige Baustelle.

Verursacht durch ein „zumindest in diesem Bereich hirnrissiges Projekt“ (O-Ton WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek). „Welchen Sinn“ – so fragen sich auch so manche der insgesamt ohnehin sehr wenigen regelmäßigen Passanten – „hat gerade hier eine sogenannte ‚Coole Straße‘, wo es doch keinen motorisierten Verkehr, dafür aber viele Schatten spendende Bäume gibt?“. Um diese Fragen zu beantworten, erlaubt sich WIFF eine „Anleihe“ bei der Tageszeitung „Kurier“ zu nehmen. „Denn treffender als Redakteurin Barbara Mader kann mann dieses „Unsinnsprojekt“ wahrlich nicht beleuchten“, sind die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald überzeugt.
 
Hier ein Text-Auszug aus der Kolumne „Wiener Ansichten“, „Kurier“ vom 1. August:
„…Apropos kühles Nass: Das soll ja auch das Projekt der „Coolen Straßen“ bringen. Wie nachhaltig „Nebelduschen“ sind, ist die eine Frage. Eine andere ist, warum man ständig an den grünen Rändern der Stadt – nein, nicht nagt: frisst –, das letzte Grün zubetoniert und anschließend über Klimawandel und Hitze jammert. Geradezu grotesk sind auch die Orte, die man für die „Coolen Straßen“ gewählt hat: Warum baut man in Floridsdorf ausgerechnet die Franklinstraße um? Mehr Platz für Grün und spielende Kinder, gerne. Aber: Die Franklinstraße ist immer schon eine autofreie, baumgesäumte Allee, entlang derer Schulen, ein Schwimmbad und Bankerln stehen. In nicht einmal fünf Minuten Gehweite liegen Wasserpark und Alte Donau. Viel Lebensqualität, die man anderswo vermisst. – Kosten (für das Projekt „Coole Straße“ Franklinstraße/Anm.): 2,35 Millionen Euro. – Klingt nach ziemlich viel Steuergeld für einen ziemlich großen Schildbürgerstreich“ (Barbara.mader@kurier.at). –
Fotos: Franz Hödl