Das „geheimnisvolle Haus“ in der Sinawastingasse 2c: Ein Fall für den Rechnungshof – und den Staatsanwalt?

Das „geheimnisvolle Haus“ in der Sinawastingasse 2c: Monatsmiete für das große, zweistöckige Siedlungshaus samt Garten: Knapp € 800.-…
WIFF: Ein Fall für den Rechnungshof – und den Staatsanwalt?

Wer würde da nicht sofort zuschlagen, hätte er die Möglichkeit, ein großräumiges zweistöckiges Familienhaus (siehe Foto) in der Floridsdorfer Sinawastingasse von der Stadt Wien um weniger als € 800.– pro Monat mieten zu können. Mit entsprechender Wohn-Nutzfläche und großem Garten auf einer Gesamtfläche von 720 Quadratmeter. Wer ist, wer sind nun der/die Glückliche(-n)n, dem/denen ein solcher „Zufallstreffer“ zu Teil wurde?

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WIFF-Recherchen und WIFF-Anfragenan die Stadträte Ludwig und Sima (beide SP) haben wie folgt ergeben:

Das Haus wurde bis vor wenigen Jahren vom Magistrat zur Betreuung der Donauinsel etc. genutzt. Danach wurde es an die CNC City Network Projectmanagement GmbH. zu günstigsten Konditionen (siehe oben) vermietet. An dieser Gesellschaft sind u. a. auch Sascha Kostelecky sowie die Frau des Wiener Landtagspräsidenten Harry Kopietz direkt beteiligt (PROFIL, 6. Mai 2015). Und Sascha Kostelecky ist wundersamer Weise auch Vereinsvorstand des „Vereins der Freunde der Donauinsel“. Wohl auch Zufall, dass gerade dieser Donauinselverein an der selben Adresse wie die Agentur CNC logiert. – Freunde halt…

Seltsamer scheint es schon zu werden wenn man weiß, dass der Verein der Freunde der Donauinsel die Donauinsel vermarktet, Vereinsvorstand Kostelecky mit seiner CNC wiederum jüngst auf der Donauinsel das Rockfest „Rock in Vienna“ organisiert und vermarktet hat. – Ein Schelm, wem Böses dabei in den Sinn kommt…

„Allein diese Verflechtung wäre schon Anlass für eine rigorose Prüfung vorerst durch den Rechnungshof, zumal ja hier die Stadt Wien mit dem Geld der Wiener Steuerzahler stets als großzügiger Förderer fungiert“, fordert WIFF-Parteiobmann und Floridsdorfer Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.

Zugleich verweist der Bezirkspolitiker auf ein weiteres hinterfragenswertes Detail: Just an der selben Adresse von Verein und Agentur CNC betreibt der „Donauinsel-Mann“ Kostelecky jetzt auch einen „Hundefeinkostladen“. –Sinawastin.2c2-Kopie

Schimanek abschließend: „Wie gesagt: Ein Schelm, der Böses denkt – aber ein Fall für den Rechnungshof ist das wohl allemal. Und vielleicht auch für den Staatsanwalt…– Vorerst gilt aber jedenfalls die Unschuldsvermutung“.

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