Desolate Fenster im Gemeindebau: Pensionistin in Lebensgefahr – Kleintierinvasion durch vermorschendes Holz.

Weil Wiener Wohnen auch 48 Jahre nach Errichtung und Bezug der Gemeindewohnhausanlage Ruthnergasse 60 in Floridsdorf nicht bereit ist, in der Wohnung der 90jährigen Pensionistin Margaretha H. die völlig vermorschten Fenster samt der Türe zum Balkon zu erneuern, schwebt die Frau beim Öffnen und Schließen jedes Mal in Lebensgefahr.

Denn auch der Fensterkitt ist großteils ausgebrochen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann der gehbehinderten Frau die eine oder andere Glasscheibe beim Öffnen eines Fensters oder der Tür entgegen fällt. „Dabei war nach meinen Bitten erst vor fünf oder sechs Jahren ein Tischler von Wiener Wohnen da und hat vorhandene Schäden repariert, aber das Ganze hat halt nicht lange gehalten“, so Margaretha H. anlässlich eines Lokalaugenscheins der von ihrem Enkelsohn zu Hilfe gerufenen WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
 
„Die Fenster sind bereits derart vermorscht, dass sogar Insekten und andere Kleintiere durch die Löcher in die Wohnung gelangen. Ganz zu schweigen von den erhöhten Heizkosten für die Mindestrentnerin. Hier herrscht jedenfalls akuter Handlungsbedarf!“, so Turtenwald, der Wiener Wohnen umgehend mit dem Fall konfrontieren will.
 
Für seinen Kollegen Hans Jörg Schimanek ist dieser Vorfall „ein erneuter Beweis dafür, dass sich nach der Ära des ehemaligen Wohnbaustadtrates Faymann (SPÖ) auch unter seinem Nachfolger und jetzigen Bürgermeister Ludwig (SPÖ) die zum Teil chaotischen Zustände bei Wiener Wohnen nicht geändert haben. Ludwig hat seiner Ressort-Nachfolgerin Gaal jedenfalls ein Erbe hinterlassen, um welches sie wohl niemand zu beneiden braucht“.