Die verschwiegenen Schulden des Bundes und der Länder…

Erstaunlich, wie kommentarlos und – so scheint es – desinteressiert Frau und Herr Österreicher den jüngsten Schuldenbericht der Statistik Austria zu den Finanzgebarungen von Bund und Ländern zur Kenntnis nehmen. 296 Milliarden auf der Minusseite sind allerdings für fast alle Bürger eine derart unvorstellbare Größe, dass man sie einfach nur ignorieren kann. Und von den „ausgelagerten“ Verbindlichkeiten hört man ja ohnehin kaum etwas. Zudem liegt das Jahr 2030, wenn nach Ansicht prominenter Finanzexperten bei einem Weiterwirtschaften wie bisher der „break even-point /nichts geht mehr“ erreicht sein wird, noch in weiter Ferne. –

 
Spitzenreiter bei den „Schuldenkaisern“ sind Niederösterreich und Wien mit ausgewiesenen Schulden von 8,2 bzw. 6,9 Milliarden Euro. Wobei Wien das Nachbar-Bundesland in Wahrheit sogar übertreffen dürfte. Denn in der Schuldenstatistik der Bundeshauptstadt sind die Verbindlichkeiten der sogenannten „ausgelagerten Betriebe“ nicht beinhaltet. So dürfte der tatsächliche Schuldenstand Wiens – wenn man Wiener Wohnen&Co. hinzu rechnet – bei weit über 10 Milliarden Euro liegen. –
 
Zumindest bis zum Presse- und Informationsdienst der Stadt (PID), seines Zeichens zuständig auch für Werbeausgaben wie etwa Zeitungsinserate – dürfte sich die prekäre Finanzsituation der Stadt aber schon zumindest teilweise durchgesprochen haben. Denn die Eigenwerbungen der diversen Stadträtinnen und Stadträte sind zuletzt deutlich weniger geworden. Lediglich Wohnen-Stadtrat Ludwig spart – vermutlich wegen seiner Bürgermeister-Ambitionen – nicht mit „Wohnen“-Inseraten und wohlmeinenden „PR“-Berichten…
PS: Vielleicht sollte der PID endlich auch einmal bei der Eindämmung der unzähligen Selbstbeweihräucherungsbroschüren, mit denen Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte und die SPÖ-Bezirksvorsteher „unters Volk gebracht“ werden, Aktivität zeigen und spürbar den Rotstift ansetzen…
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