Die Wiener Bauordnung macht’s – leider – möglich: Gewachsene Siedlungsstrukturen der Nordrandsiedlung werden zerstört

 

Immer mehr Bewohner der Nordrandsiedlung erkennen, dass die Wiener Bauordnung der Baulobby die Möglichkeit gibt, den gewachsenen Siedlungscharakter mit der Errichtung zum Teil unförmiger Wohnklötze zu zerstören. „Viele Ur-Einwohner der Siedlung sterben weg oder müssen in Heime, die Nachfahren verkaufen die Grundstücke und die Geschäftemacher nützen dann bei der Errichtung neuer Objekte die unter Verantwortung von Wohnen-Stadtrat und SPÖ-Floridsdorf-Chef Ludwig novellierte Wiener Bauordnung bis zum sogenannten ‚letzten Zacken‘ aus“, stellt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek fest und verweist auch darauf, dass Ludwig selbst in einem Strebersdorfer Siedlungshaus wohnt. „Was würde wohl der Herr Stadtrat dazu sagen, würden gleich auf seinen Nachbargrundstücken derartige Klötze hingeknallt?“

Verwundert zeigen sich auch viele Siedlungsbewohner darüber, dass die Wiener Bauordnung zwar jetzt solche Verunstaltungen von gewachsenen Wohnsiedlungen zulässt, aber sie selbst in einer hochmotorisierten Zeit in ihren Hausvorgärten keine Carports errichten dürfen. „Aber vermutlich haben die Baulöwen einen besseren Draht zu Politik und Magistratsdienststellen als wir einfach Altsiedler“, so ein Siedlungsbewohner aus Groß Jedlersdorf zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
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