Donaufeld: Spricht Bezirksvorsteher Papai mit „gespaltener Zunge“?

2015 wird für das Donaufeld ein entscheidendes Jahr: Details zur Verbauung (6000 geplante Wohnungen) und auch die Bürgerbeteiligung und das Festlegen von Grünzonen werden fixiert! Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai verblüfft die Bevölkerung bezüglich des versprochenen Grünkeils monatlich mit widersprüchlichen Aussagen. WIFF-Bezirksrat Oskar Turtenwald fordert: „Sagen Sie den FloridsdorferInnen endlich die Wahrheit!“

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c: https://www.wien.gv.at/

Im Donaufeld ist mehr oder weniger eine Total-Verbauung geplant. In der Mitte soll ein Grünkeil erhalten blieben und ausgestaltet werden (siehe Bild). „Wir sind grundsätzlich gegen diese Form von einer Totalverbauung. Speziell die Haltung der Grünen, zunächst von 1000 Wohnungen zu sprechen und dann 6000 zu planen ist unverständlich. Die Grünen sind leider zu einer Betonierer-Partei geworden. Deshalb werden wir darauf achten, dass der versprochene Grünkeil auch umgesetzt wird“, so Turtenwald.

 

Gerade mit Aussagen zum Grünkeil verwirrt der SPÖ-Bezirksvorsteher die Bevölkerung. Heinz Berger von der Bürgerinitiative Donaufeld, berichtet auf seiner Homepage: „Der Grünzug sollte mindestens ein Drittel der Fläche des Stadtentwicklungsgebietes umfassen, wie es von BV Georg Papai am 7. Oktober 2014 angekündigt wurde. Der Bezirksvorsteher junktimierte dieses Drittel der Fläche allerdings mit der Errichtung von mindestens 6.000 neuen Wohnungen im gesamten Gebiet. Diese Zahl geistert seit Beginn der Planungen durch die Ankündigungen der Stadt, ohne dass sie jemals fundiert begründet worden wäre.“(https://donaufeld.wordpress.com/2014/12/17/gastkommentar-von-heinz-berger-verkehrsinitiative-donaufeld-zu-den-planungen/, 17.12.)

In einer Papai in Presseaussendung (OTS) am 1. Februar meinte Papai selbst: „Auch der Grünraum wird nicht zu kurz kommen: „Ein Viertel der Gesamtfläche – rund 14 Hektar – soll als öffentlicher Grün- und Freiraum zur Verfügung stehen“, sagt SP-Papai.“

Also ist plötzlich nur noch von einem Viertel statt Drittel die Rede.

Und der Höhepunkt ist folgende Papai-Aussage, laut buergerprotest.at: „BV Papai sprach sich bei seiner Sprechstunde zwar für die Verwirklichung des Grünzugs aus, äußerte aber Zweifel daran, dass er realisiert werden könne, da der Bezirk Floridsdorf aus budgetären Gründen keinen Beitrag leisten könne. (http://www.buergerprotest.at/2015/01/28/die-auseinandersetzung-um-burgerbeteiligung-und-grunzug-donaufeld-spitzt-sich-zu/, 28. Jänner).

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c: http://www.donaufeld.buergerprotest.at

WIFF-Bezirksrat Turtenwald: „In einer Presseaussendung fantasiert Papai von einem Grünkeil und im kleinen Kreis sagt er bereits durch die Blume, dass kein Geld da ist und es keinen Grünkeil geben wird? Papai soll nicht mit gespaltener Zunge sprechen und die Bevölkerung verschaukeln. ER soll uns die Wahrheit sagen: Wird es einen Grünkeil geben oder nicht?“

Turtenwald abschließend: „Gratulieren kann man SPÖ und Grünen, dass für ein Erholungsgebiet kein Geld da ist, sie aber gleichzeitig einen fast zwei Millionen teuren sinnlosen Kreisverkehr in Leopoldau planen.“