Doppelzüngigkeit bei Verbauung beim Heeresspital: Zuerst grünes „Ja“ – Jetzt plötzlich heißt es „Nein!“

Bei den Grünen kennt sich bald keiner mehr aus. Doppelzüngigkeit bei Verbauung beim Heeresspital: Zuerst grünes „Ja“ – Jetzt plötzlich heißt es „Nein!“ „Die Grünen fallen ja noch im Liegen um!“ wurde der Grün-Fraktion in der Floridsdorfer Bezirksvertretung vorgeworfen. 

Während sich Grün-Mandatare immer dann, wenn eine breitere Öffentlichkeit zugegen ist, vehement für Schutz und Erhaltung von Flora und Fauna eintreten, haben sie sich entgegen geltender Naturschutzgesetze im Wienert Gemeinderat FÜR eine Verbauung der Zielgebiete nächst dem Stammersdorfer Heeresspital entschieden. Nur so ist zu erklären, dass sich Vassilakou & Co. gegen ein von der Opposition gefordertes vorläufiges Bauverbot ausgesprochen haben. Ein grünes JA also zu einer Verbauung, die wegen der dort angesiedelten Zieselkolonien durch geltende österreichische und europäische Gesetze klar und deutlich verboten ist.
Jetzt ist – zumindest in Floridsdorf – alles anders. Offenbar unter dem Druck ihrer Wähler haben jetzt die Grünen des Bezirks eine nochmalige Prüfung und Überarbeitung des umstrittenen Naturschutzbescheides ausgesprochen. Demzufolge darf gebaut werden, sobald etwa die Hälfte der auf dem Gelände vorkommenden Ziesel abgewandert sind.
Ein Schelm, wer da an einen Gefälligkeitsbescheid der MA 22 denkt…
WIFF-Obmann, BR Hans Jörg Schimanek, bezieht hier eindeutig Stellung: „Man mag zu der Sache und auch zu den Zieselvorkommen stehen wie man will. Eines aber steht unverrückbar fest: Dort wo Ziesel leben, darf nicht gebaut werden. So heißt es  in unseren und auch in den Naturschutzbestimmungen der EU. Wenn die Wiener SPÖ – so nebenbei in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Wahl 2010 – eine Umwidmung des gegenständlichen Grünlandes in Bauland beschlossen hat, muß sie diese Fehlleistung auch verantworten. Überdies sind hier auch die Prüfer  des Wiener Kontrollamtes und auch des Bundesrechnungshofes gefordert. Immerhin ist es ja kein Geheimnis, dass der Käufer des Areals durch den Verkauf an zwei Gemeinnützige Wohnbaugesellschaften binnen weniger Tage einen satten Gewinn von über 600.000.– Euro eingestreift hat. Und das bei geplanten geförderten Wohnungen. Dem verantwortlichen Wohnen-Stadtrat sind all diese Fakten bekannt, doch dazu hört man von dem sonst so red- und PR-seligen SP-Politiker nichts! “ – Für den Fall, dass hier keine Kontrolle der bisherigen Geschehnisse zumindest durch das Kontrollamt erfolgt, werde WIFF auch eine Strafanzeige, etwa bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft, nicht scheuen. „Denn dass hier alles mit rechten Dingen zugegangen ist, glauben wohl nicht einmal die Blauäugigsten!, so der WIFF-Obmann.
Ziesel-8-13 Kopie

Bildtext:  Hier riecht’s nach Bagger – auch wenn das dort gesetzlich verboten ist…