Dr. Franz Koch – ein ganz großer Floridsdorfer!

Dr. Franz Koch – ein ganz großer Floridsdorfer:  Vor nunmehr 70 Jahren, nach dem Einmarsch der Sowjets 1945, wurde er als Bürgermeister zum „Vater“ für die Bevölkerung.

Koch-Kopie„Er grüßte alle Menschen – und alle grüßten ihn“ – das war der Arzt Dr. Franz Koch – der erste und letzte Floridsdorfer Bürgermeister nach dem Krieg (sein Nachfolger führte bereits den Titel Bezirksvorsteher ). Am 5. April 1945 schwer krank aus dem KZ nach Hause gekommen, stellte er sich auf Wunsch aller Fraktionen in der wohl schwersten Zeit für den Bezirk und seine Bewohner der Berufung zum Bürgermeister des 21. Wiener Gemeindebezirkes, der damals vom Bisamberg bis Kaisermühlen und von der Donau bis nach Gerasdorf reichte. Von den Sowjets toleriert, leistete er unzähligen Bezirksbewohnern die damals jede nur mögliche und für viele überlebenswichtige Hilfe – ohne Ansehen des Standes oder einer etwaigen Parteizugehörigkeit. Vor allem die kurz nach dem Krieg durch die täglichen Übergriffe der Sowjetsoldaten besonders gefährdeten Frauen fanden bei Dr. Koch stets durch Rat und Tat Unterstützung.

Gemeinsam mit einigen Mitstreitern, etwa dem vielen Bezirksbewohnern noch in Erinnerung befindlichen Tankstellenunternehmer Leopold Stroh, Karl Jiszda oder dem Direktor der Hauptschule Deublergasse, Dr. Franz van Oberschelde uva., widmete er sich ganz den Bedürfnissen der Bevölkerung und dem Aufbau des Bezirkes. Zur Erinnerung und Würdigung wurde auch die große Gemeinde-Wohnhausanlage in der Mitterhofergasse in Groß Jedlersdorf nach Dr. Franz Koch benannt.