„Dümmer geht’s nimmer“: „Wiener Wohnen“ verweigert Gemeindemietern einen maximal zwei Quadratmeter großen behindertengerechten Zugang zum Parkplatz…

Weil an den gegenständlichen Schalthebeln bei „Wiener Wohnen“ offenbar Ignoranz, gepaart mit Ahnungslosigkeit, herrscht, ist die vielen Besuchern von WIFF auf Homepage&Facebook (wiff21.at) längst bekannte Posse um einen behindertengerechten Zugang zum Gemeindebau-Parkplatz in der Justgasse 29 neuerlich um eine Facette reicher.
 

Doch der Reihe nach: 2017 erfolgten entlang des Zugangs von der Justgasse zu den Stiegen 22 – 43 Aufgrabungsarbeiten des Magistrats, wobei auch die als Abgrenzung zum Parkplatz gesetzten Sträucher entfernt werden mussten. Diese Gelegenheit nutzten Parkplatzmieter aus der Anlage, um WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald als Unterstützer ihrer Bemühungen für die Errichtung eines behindertengerechten direkten Zugangs zum Parkplatz zu gewinnen.
 
In der Dezember-Sitzung 2018 des Bezirksparlaments brachte WIFF daher einen an die zuständige Wohnen-Stadträtin Gaal (SPÖ) gerichteten diesbezüglichen Antrag ein. Immerhin würde ein solcher direkter Zugang den zumeist älteren Gemeindemietern die Umrundung eines ganzen Häuserblocks und damit rund 150 Meter Fußweg zum vorhandenen Parkplatzzugang ersparen.
 
„Umso erstaunter waren wir von WIFF über das von Stadträtin Gaal persönlich unterzeichnete ablehnende Antwortschreiben u. a. mit der Begründung, eine solche Einrichtung würde z. B. die Zufahrt zur Müllentsorgung behindern. Die Tatsache, dass auf diesem Weg wegen der dort vorhandenen Betonsteher gar keine Müllautos zufahren können, haben die sogenannten ‚Experten‘ von ‚Wiener Wohnen‘ ihrer Chefin offensichtlich unterschlagen“ (siehe Bild 1), wundert sich Bezirksrat Ossi Turtenwald.
 
Verständnis für den Bedarf eines abkürzenden Parkplatzzuganges hatten hingegen kürzlich die Arbeiter der mit der Grün-Revitalisierung des längst fertig gestellten Aufgrabungsbereiches beauftragten Gartenbaufirma. Mit der fachgerechten Verlegung zweier Steinplatten war der erwünschte Zugang geschaffen (siehe Bild 2).
 
Doch die hoch erfreuten Mieter hatten sich zu früh gefreut: Nur wenige Tage, nachdem WIFF sich öffentlich für diese bürgerfreundliche Lösung bedankt hatte, veranlasste ‚Wiener Wohnen‘ die Entfernung der Steinplatten (siehe Bild 3).
 
Statt dessen wurden zwei zusätzliche Pflanzen gesetzt – was wiederum bei den betroffenen Gemeindemietern eine regelrechte Empörungswelle auslöste, die schließlich in einer eigenmächtigen Entfernung der beiden Sträucher gipfelte (siehe Bild 4).
 
„Wir werden mit Sicherheit an dem Fall dran bleiben und Wohnen-Stadträtin Gaal mit einem neuerlichen Antrag belästigen in der Hoffnung, dass sie das Denkvermögen der für diesen Unsinn verantwortlichen „Wiener Wohnen“-Mitarbeiter ein wenig anregt. Noch dazu, wo ein barrierefreier Parkplatzzugang weniger als zwei Quadratmeter Fläche beanspruchen würde und damit überaus kostengünstig herzustellen wäre“, so Turtenwald abschließend.