Ein Fall für den Staatsanwalt: Floridsdorfer SPÖ-Chef Ludwig betreibt Wahlwerbung auf Kosten der Wiener Steuerzahler

Dieser kommende Wien-Wahlkampf übertrifft wohl alles bisher einschlägig Dagewesene. Vor allem was die Finanzen für den Wahlkampf betrifft. Dass aber der Floridsdorfer SPÖ-Chef und Spitzenkandidat, Wohnen-Stadtrat Ludwig, einen Teil seiner Wahlwerbung direkt aus dem Steuertopf der Stadt Wien finanzieren lässt, sollte auch den Staatsanwalt interessieren. Erinnert man sich doch noch an den „Fall Dörfler&Co.“ in Kärnten, wo die Staatsanwaltschaft wegen ähnlicher Delikte umgehend Untersuchungen eingeleitet hat.

An sich wäre es ja nicht zu beanstanden, dass die Mieter des Paul Speiser-Hofes in der Freytaggasse eine „Einladung zum Gespräch mit Stadtrat Dr. Michael Ludwig“ zugestellt bekommen. Anlässlich des Jubiläums „85 Jahre Paul Speiser Hof“. – „Seltsam, aber bei einigem guten Willen hinnehmbar ist, dass dieses Jubiläum just wenige Wochen vor der Wien-Wahl gefeiert wird. Nicht akzeptabel ist hingegen, dass sich Ludwig seine den Bewohnern zugestellte ‚Einladung zum Gespräch mit Stadtrat Dr. Michael Ludwig“ mit öffentlichen Geldern finanzieren lässt“, kritisieren die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.Ludwig1-Kopie

Bemerkenswert ist auch, dass sich Ludwig auf der Einladung mittels eines „Uralt-Fotos“ präsentiert. „Ganz schön eitel. Aber noch bemerkenswerter ist die Zeitspanne, die Ludwig ’seinen‘ Gemeindemietern für Gespräche widmet: Laut Einladung ganze 50 Minuten! Über eine derartige Großzügigkeit werden sich die Bewohner des Paul Speiser-Hofes aber sehr freuen“, mutmaßen Schimanek und Turtenwald abschließend.

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