Einbahn Amtsstraße: WIFF-Aktion bannt „Gefahr im Verzug“.

Auch mehr als zwei Wochen nach erfolgter Einbahnführung in der idyllischen Amtsstraße in Groß Jedlersdorf übersehen täglich unzählige Kraftfahrer die entgegen Jahrzehnte langer gegenteiliger Praxis nunmehr neue Verkehrsregelung und fahren einfach gegen die Einbahn.

Teils aus Gewohnheit oder Unachtsamkeit, oftmals allerdings auch, weil eine der neuen Einbahn-Tafeln von Ästen und Blättern eines Baumes verdeckt und daher für aus Richtung Brünner Straße kommende Fahrzeuglenker nicht erkennbar ist – bzw. nunmehr war. Immer wieder groß daher die Verwunderung der „Sünder“, wenn sie von Polizeibeamten angehalten und zur Kassa gebeten wurden oder von den Lenkern des korrekten Gegenverkehrs im besten Fall nur „den Vogel“ gezeigt bekamen.
 
„Ganz abgesehen von den Polizeistrafen – für WIFF bestand ob des ‚unsichtbaren‘ Einbahnschildes akute ‚Gefahr in Verzug‘. Die neue Einbahnregelung verleitet nämlich notorische Tempobolzer neuerdings zur oft beträchtlichen Überschreitung des in der idyllischen Amtsstraße geltenden Tempolimits von 30 km/h. Und das kann in einer Einbahn mit ‚Gegenverkehr‘ zu folgenschweren Unfällen führen“, ist WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt.
 
Aus Erfahrung um die bis zur Erledigung von Problemen oft langwierige Behördenwege wissend, schritt der Floridsdorfer Bezirkspolitiker daher kürzlich zur Tat und sorgte fachmännisch – wie seitens einiger Zuseher anerkennend konstatiert wurde – für den erforderlichen Astschnitt. „Wenn durch unsere Sofortaktion nur ein einziger Unfall verhindert wird, nehmen wir eine Besitzstörungsklage der Stadt Wien gerne in Kauf. An etwaigen entstehenden Kosten beteiligen sich dann vielleicht auch jene Verkehrsteilnehmer, denen wir durch unseren Astschnitt das eine oder andere Strafmandat erspart haben“, so Schimanek abschließend.