Erfolgreiche WIFF-initiative: Auch Wiener Linien testen jetzt Wasserstoff-Busse – WIFF-Vorschlag: „Zur Herstellung von Wasserstoff erforderlicher Strom soll in einer der Wiener Müllverbrennungsanlagen erzeugt werden“.

Am 11. September des Vorjahres hatte WIFF – Wir für Floridsdorf in einem im Bezirksparlament eingebrachten Antrag (siehe Anhang) Stadträtin Sima (SPÖ) ersucht, bei „Wiener Linien“ Testfahrten mit einem mit Wasserstoff betriebenen Bus im Linienverkehr anzuordnen. Als Standort für eine Wasserstoff-Tankstelle wurde der Frau Stadträtin seitens WIFF zugleich die Busgarage Leopoldau vorgeschlagen.

Die erste – positive – Antwort langte bei WIFF noch im September 2019 ein, am 4. Februar erfolgte nunmehr in einer offiziellen Pressemitteilung der „Wiener Linien“ die endgültige Fixierung : Ab Mai dieses Jahres werden die „Wiener Linien“ einen mit Wasserstoff betriebenen Bus im Linienverkehr testen, 2021 sollen dann vorerst 10 Normalbusse mit Wasserstoffantrieb zur Ausschreibung gelangen. Die erforderliche Wasserstoff-Tankstelle wird – wie von WIFF vorgeschlagen – in der Busgarage Leopoldau errichtet. – „Wir freuen uns natürlich riesig, dass unsere Initiative so rasch auf fruchtbaren Boden gefallen ist.
 
Immerhin haben ja beispielsweise die ‚Grazer Linien‘ nach erfolgreichen Testfahrten schon im Vorjahr mehrere Wasserstoff-Busse für den Linienverkehr in Auftrag gegeben und auch ein gemeinsamer Testbetrieb von ‚ÖBB–Postbus‘ zwischen Wien und dem Flughafen Schwechat ist 2019 erfolgreich verlaufen. Daher betreten die „Wiener Linien“ ja jetzt kein Neuland mehr“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Zugleich verweisen die beiden Bezirkspolitiker auch darauf, dass etwa in Bozen (Südtirol) und in einigen deutschen Städten Wasserstoff-Busse bereits seit längerer Zeit erfolgreich im Linienverkehr zum Einsatz kommen, u. a. weil sie reinen Elektrobussen an Reichweite deutlich überlegen sind.
 
„Das Tüpfchen auf dem ‚i‘ wäre jetzt, könnte der zur Erzeugung von Wasserstoff benötigte Strom in einer der Wiener Müllverbrennungsanlagen gewonnen werden, wie dies in Köln bereits erfolgreich praktiziert wird“, so Schimanek abschließend an die Adresse von Stadträtin Sima.