EU-Doppelmoral am Beispiel einer Damenbluse…

Die Empörung stand ihr ins Gesicht geschrieben, als sich kürzlich eine Floridsdorferin im WIFF-Büro ihren Frust über die „Doppelmoral der Europäischen Union“ von der Seele redete. „Die posaunen immer die offenen Grenzen hinaus, verteidigen die gemeinsame Währung und den grenzüberschreitenden freien Warenverkehr. Wenn es aber um Bedürfnisse der ‚kleinen Leute‘ geht, stellen sich die Herrschaften blind und taub“, so die Beschwerdeführerin und präsentierte als Ursache ihrer Verärgerung einen Katalog des Vorarlberger Modeversandhauses „Peter Hahn“.

„Diese schicke Bluse (großes Bild) des bekannten deutschen Herstellers ‚Eterna‘ hat es mir angetan“, so die Frau. Doch weil ihr der Preis von 109,95 Euro etwas hoch erschien, habe sie ihr Glück gleich direkt bei „Eterna“ in Deutschland versucht.
 
„Die haben ja auch einen Direktversand. Und tatsächlich fand ich diese Bluse auch dort im Angebot, allerdings zum Preis von nur 89,95 Euro. Klarerweise hab‘ ich sofort zugeschlagen – und ab in den Warenkorb. Nach dem Ausfüllen des Bestellformulars musste ich dann aber zu meiner Verwunderung in einem plötzlich erscheinenden Hinweisfeld lesen, dass ‚dieser Artikel nicht in dieses Land geliefert wird‘.
 
Da schwadroniert man in Brüssel von der europäischer Einheit und freiem Handel, um auf der anderen Seite wohlwollend zu billigen, wie die ‚kleinen Leute‘ mittels dubiosem Gebietsschutz abgezockt werden“, machte die Frau ihrem Ärger Luft. Und forderte WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek auf, gleich die Probe auf’s Exempel zu machen. Was auch umgehend geschah – Ergebnis: siehe oben…
– Bild: Aus dem Bestellkatalog von Peter Hahn.