FAC-Platz-Verbauung: BV Papai (SPÖ), der „Zerrissene“ – „Nein!“ zu Verbauung der Shell-Sportanlage, aber „Ja!“ zu Beton in Jedlesee…

Wie eine „Bombe“ hat die WIFF-Meldung über die geplante Verbauung der FAC-Sportanlage nicht nur bei der Bevölkerung von Jedlesee eingeschlagen. Nach dem Verkauf der Shell-Sportanlage inklusive Schwimmbad nächst der Leopoldauer Straße an einen Bauträger (ÖSW) soll ja wie berichtet und wenn es nach den Wünschen der drei auch im Immobilienbereich aktiven FAC-Spitzenfunktionäre Wagenhofer, Brand und Tomasetig geht, bald auch die FAC-Sportanlage zwischen Koloniestraße, Lokomotivgasse und Hopfengasse verbaut werden. Im Innenraum eines großen Wohnblock-Ovals soll ein Fußballstadion für etwa 5.000 Besucher entstehen, der Trainingsplatz ist auf dem Dach eines zweiten, großen Wohnblocks vorgesehen.

 
„Nach der Aufdeckung dieses bisher geheim gehaltenen Vorhabens durch WIFF läuft bei uns das Telefon heiß und eine eingehende Mail-Nachricht jagt die andere. Und alle Reaktionen sind bisher negativ. Allerdings nicht verwunderlich, wenn man die Lokation FAC-Platz direkt im Wohn- und Siedlungsgebiet von Jedlesee kennt“, deklarieren sich auch die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald als klare Gegner „eines solchen Unsinnsprojektes, bei dem es nur um das liebe Geld geht. Und noch dazu inmitten einer Wohngegend!“
 
Eine seltsame Rolle in der Sache spielt offensichtlich auch SPÖ-Bezirksvorsteher Papai. Nachdem Papai vor kurzem über eine WIFF-Veröffentlichung vom bereits erfolgten Verkauf der Shell-Sportanlage samt Schwimmbad und der dort geplanten Wohnblock-Verbauung erfahren hatte, beeilte er sich, in einer Presseaussendung deutlich gegen die Verbauung aufzutreten. ‚Bezirksvorsteher kämpft für Sportanlage – Grünoase in Floridsdorf soll bleiben‘ trommelte Papai“ in Richtung Öffentlichkeit. Und jetzt – beim FAC-Vorhaben – die plötzliche Kehrtwendung: ‚Auch Bezirkschef Georg Papai (SPÖ) ist dafür‘ konnte man in der Tageszeitung ‚Heute‘ über das FAC-Projekt lesen.
 
„Es ist ja kein Geheimnis, dass beim FAC, angefangen von Bürgermeister Ludwig bis zu den Großsponsoren, die Farbe ‚Rot‘ dominiert. Dagegen ist nichts einzuwenden, sofern nicht Steuergeld der Wiener verbrannten wird. Keinesfalls in Ordnung ist es aber, wenn sich Politiker für die Verbauung einer großen Sportanlage inmitten von Wohngebiet und bar der erforderlichen Infrastruktur einsetzen. Wir von WIFF sagen selbstverständlich JA zum Bau eines Sportstadions links der Donau, aber möglichst im Bereich der Bezirksgrenze zwischen Floridsdorf und Donaustadt. So könnte man die nach Wien „zweitgrößte Stadt“ auch ideell auf einen möglichen künftigen Spitzenklub einen. Jedleseer Wohngebiet hingegen darf keinesfalls zum Spielball von ‚gemeinnützigen“ Ideenträgern werden‘, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.